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Augsburg: Aus Alt mach Neu: Schwaba baut an der Eichleitnerstraße ein neues Autohaus

Augsburg

Aus Alt mach Neu: Schwaba baut an der Eichleitnerstraße ein neues Autohaus

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    Die Schwaba reißt in Augsburg ihr Audi-Zentrum in der Eichleitnerstraße ab, um Platz für einen Neubau zu schaffen.
    Die Schwaba reißt in Augsburg ihr Audi-Zentrum in der Eichleitnerstraße ab, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Foto: Silvio Wyszengrad

    Die Abbrucharbeiten des Audi-Autohauses an der Eichleitnerstraße sind bereits in vollem Gang. Die Gebäudeteile, die der Bagger abreißt und die teils aus den 1960er-Jahren stammen, machen Platz für einen Neubau. Bauherr ist die Schwaba, Teil der Volkswagen Group Retail, der größten automobilen Handelsgruppe in Deutschland. Die Schwaba will Anfang 2025 genau an gleicher Stelle wieder ein Audi-Autohaus eröffnen – dann nach modernsten Standards. Doch nicht nur Technik zählt für Geschäftsführer Michael Agsteiner. Er hat ganz eigene Vorstellungen vom Autohaus der Zukunft.

    Wer Agsteiner danach fragt, wie das neue Audi-Autohaus Augsburg sein wird, bekommt keine Vorträge über voll automatisierte Serviceeinheiten oder digitale Möglichkeiten. Ja, moderne Technik spiele eine Rolle, das Audi-Autohaus werde all diese Möglichkeiten bieten. Unter anderem einen Bereich, in dem Kundinnen und Kunden an einem großen Screen ihr Auto selbst konfigurieren können. Der Service wird digitalisiert, ein Auto kann somit auch außerhalb der Öffnungszeiten gebracht und geholt werden. Aber Technik allein macht für Agsteiner kein modernes Autohaus aus. Im Gegenteil: "Ja, wir brauchen Digitalisierung. Aber wir brauchen sie vor allem, um Kunden einen guten analogen Service bieten zu können", sagt er. 

    So soll das neue Audi-Autohaus Augsburg aussehen, das bis 2025 an der Eichleitnerstraße entstehen soll.
    So soll das neue Audi-Autohaus Augsburg aussehen, das bis 2025 an der Eichleitnerstraße entstehen soll. Foto: Visualisierung: busl.ppm projekt- und planungsmanagement

    Neues Audi-Autohaus der Schwaba bietet auch eine Caféteria

    Im neuen Autohaus sollen sich Menschen begegnen und miteinander ins Gespräch kommen. Statt wie bisher in eigenen Büros hinter den Fahrzeugen werden Beraterinnen und Berater daher künftig zwischen den Fahrzeugen sitzen. "Mensch und Auto verschmelzen", sagt Agsteiner. Der Showroom wird in Themenbereiche gegliedert. Es gehe um Willkommenskultur, um Erlebnis. Das neue Audi-Autohaus, in das ein unterer zweistelliger Millionenbetrag investiert wird, wird sich auf einem 13.000 Quadratmeter großen Areal über zwei Etagen erstrecken. Unten stehen die Autos, auf der Galerie finden sich neben Büroräumen auch eine Caféteria. "Hier können Kunde und Berater auch einmal in lockerer Atmosphäre den Kaufvertrag durchgehen."

    Michael Agsteiner ist Geschäftsführer der Schwaba. Er mag Technik, aber noch lieber den Austausch von Mensch zu Mensch.
    Michael Agsteiner ist Geschäftsführer der Schwaba. Er mag Technik, aber noch lieber den Austausch von Mensch zu Mensch. Foto: Silvio Wyszengrad

    Schon jetzt macht die Schwaba mit neuen Vertriebskonzepten positive Erfahrungen. In Lechhausen betreibt sie für die Marke Cupra die Cupra-Garage. "Sie präsentiert sich in lässiger Atmosphäre", sagt Agsteiner. Berater und Kunde sitzen beispielsweise mit einem Laptop an Bistrotischen, um sich auszutauschen. Das sei früher undenkbar gewesen. Weil das Konzept erfolgreich ist, wird auch am Standort im Bischofsackerweg in Haunstetten eine Cupra-Garage entstehen. 

    Schwaba strukturiert sich in Augsburg neu

    Mit dem Neubau des Audi-Autohauses in der Eichleitnerstraße beginnt bei der Schwaba ganz generell ein Umstrukturierungsprozess. Es wird zentralisiert. Aus den aktuell sechs Standorten in Augsburg und Gersthofen werden am Ende vier. Dazu entsteht ein neues Gebrauchtwagenzentrum in der Porschestraße in Gersthofen. Dort wird auf rund 34.000 Quadratmetern Platz für 550 Fahrzeuge aller bei Schwaba vertriebenen Marken (VW, Audi, Seat, Skoda, Cupra und VW Nutzfahrzeuge) geschaffen. Bis zur Neueröffnung bietet die Schwaba ihre Gebrauchten in der Messerschmittstraße in Gersthofen an. 

    Der Vertrieb der Marke Audi ist vorübergehend in die Augsburger Straße in Gersthofen umgezogen. Die Schwaba beschäftigt 427 Mitarbeiter, rund 80 von ihnen werden ab 2025 im neuen Autohaus an der Eichleitnerstraße tätig sein. Zuletzt hatten auch das Autohaus Reisacher (BMW), Mercedes und Auto Reichhardt in neue Gebäude und Standorte investiert.

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