Eishockey

09.03.2013

Leo Conti steigt um

Das Augsburger Rathaus ist auf seinem Torwarthelm verewigt: Für Leo Conti sind der AEV und die Panther eine Herzenssache. Nach dieser Saison beendet er seine Eishockeykarriere und steigt ins Management ein.
Bild: Siegfried Kerpf

Der Panther-Ersatztorhüter beendet nach der Saison seine Laufbahn und hilft dem Verein künftig bei der Vermarktung im „neuen“ Curt-Frenzel-Stadion

Leo Conti (34) ist auf der Zielgeraden seiner Laufbahn. Nach dieser Saison beendet der Ersatztorhüter der Augsburger Panther seine Karriere. „Ich hoffe, dass wir in den nächsten Tagen noch für die eine oder andere Überraschung sorgen können.“ Am Sonntag ab 14.30 Uhr müssen die Panther gegen die Iserlohn Roosters im Curt-Frenzel-Stadion punkten, um die Teilnahme an den Play-offs sicher zu haben. Conti hofft in der Endrunde auf eine lange persönliche Ehrenrunde.

15 Länderspiele für Deutschland

Wahrscheinlich wird Conti als Beobachter von der Spielerbank wieder für die Statistik zuständig sein. „Der Job des zweiten Torhüters ist nicht leicht. Leo hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt“, dankt Hauptgesellschafter Lothar Sigl dem gebürtigen Garmischer, der in Augsburg seine Eishockey-Ausbildung erhielt und sogar 15 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft bestritt. „Der Aufstieg in das WM-Team 2001 war sicher einer der emotionalsten Momente für mich als Eishockeytorwart“, betont der 1,94 m lange Schlussmann.

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Conti gab im Alter von 17 Jahren sein Debüt in der höchsten Liga DEL. „Das war in der Saison 1995/96. Die Panther hatten Rupert Meister nach Frankfurt abgegeben und ich durfte in der Schlussphase einer Partie gegen Weißwasser für Dennis Schrapp ins Tor“, erinnert er sich. 1999 verließ er Augsburg und lernte sieben andere Vereine kennen. „Für deutsche Eishockeyspieler war es keine einfache Zeit, weil viele Ausländer in die Liga kamen.“

Erst 2009 kehrte Conti zu den Panthern zurück. Das erste Spiel im Augsburger Trikot weckte wieder außergewöhnliche Gefühle. „Die Panther sind für mich eine absolute Herzenssache.“ Augsburg ist für ihn die Nummer eins, deshalb nahm er es hin, im Tor nur die Nummer zwei zu sein. In 36 Spielen durfte er aufs Eis und feierte mit seinem Team 2010 mit der Vizemeisterschaft den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. „Ich bin schon ein wenig stolz im Alter von 34 Jahren noch Back-up eines Erstligisten zu sein.“

Der Torhüter hält nichts von einem kritischen Blick zurück. „Hätte, wäre, wenn... – danach frage ich nicht.“ Conti mag auch kein großes Abschiedsspiel. „Ich stehe nicht so gerne im Mittelpunkt. Eine kleine Verabschiedung genügt mir, denn ich bleibe dem Verein ja erhalten.“ Für die nächste Saison ist „der schrittweise Einstieg ins Management der Panther angedacht“, heißt es in der Mitteilung aus der Führungsetage. Conti hat Sportmanagement studiert und wird sich mit großem Elan in seine neue Aufgabe stürzen.

„Bislang mussten die Panther in der Vermarktung häufig mit stumpfen Waffen kämpfen. Das neue Stadion bietet die große Gelegenheit wirtschaftliche Fortschritte zu erzielen“, ist der Berufseinsteiger überzeugt, dass sich im künftig geschlossenen Curt-Frenzel-Stadion neben den Temperaturen auch die Einnahmen steigern lassen. „Die Resonanz auf die künftigen Logen im Osten ist positiv. Wir haben ein gutes Produkt und die große Chance, wirtschaftlich zu anderen Vereinen aufzuschließen.“

Vorrunden-Endspiel gegen Iserlohn

Dazu gehören die Iserlohn Roosters, für die es am Sonntagnachmittag in Augsburg um nichts mehr geht. „Gerade das kann aber auch eine Gefahr sein“, warnt Conti davor, den Gast zu unterschätzen. „Wir müssen den Roosters mit Kampf und Körperspiel begegnen, dann haben sie möglicherweise keine Lust mehr.“ Für Iserlohn ist die Saison am Sonntag definitiv beendet, die Panther hoffen auf eine gute Ausgangsposition für die erste Runde der Play-offs, die am Mittwoch beginnen. Dafür müssen sie aber gegen die Roosters gewinnen.

Tickets für die Partie gegen Iserlohn gibt es online unter aev-panther.de, an den bekannten Vorverkaufsstellen oder am Sonntag ab 12 Uhr am Stadion. Ab 13 Uhr werden in der Arena auch Dauerkarten für die nächste Saison verkauft. Einzeltickets für die Play-offs gibt es voraussichtlich ab 17.30 Uhr.

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