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29.07.2020

An Bayerns Hochschulen soll im Wintersemester mehr Normalität einkehren

Leere Hörsäle an den bayerischen Unis waren dieses Sommersemester wegen Corona die Regel. Im Wintersemester soll das wieder anders werden.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa

Das Sommersemester lief wegen Corona vor allem digital ab. Ab Oktober sollen wieder mehr Veranstaltungen vor Ort stattfinden. Was Studenten beachten müssen.

Nach einem „anstrengenden, außergewöhnlichen, aber auch erfolgreichen Sommersemester“, das wegen der Corona-Pandemie zu 90 Prozent online ablief, will Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler zurück zu mehr Normalität an Bayerns Hochschulen. Im kommendem Wintersemester 2020/21 sollen daher wieder mehr Präsenzveranstaltungen möglich sein, gleichzeitig aber die „Errungenschaften der Online-Lehre“ beibehalten werden, erklärte Sibler am Mittwoch in München.

Für Studenten bedeutet das konkret: Maximal 200 Personen dürfen sich bei Uni-Veranstaltungen in einem Raum aufhalten. Größere Veranstaltungen und Vorlesungen sollen weiterhin digital stattfinden. Dadurch würden große Räume gewonnen, wodurch wiederum mehr Präsenzveranstaltungen möglich seien, erklärte der Minister. Denn: „Gerade Seminare leben von der Diskussion der Teilnehmer.“ An frequentierten Orten in den Hochschulen ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, der während den Veranstaltungen abgenommen werden darf, sofern ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Teilnehmer von Präsenzveranstaltungen müssen zudem ihre Daten zur möglichen Nachverfolgung von Infektionsketten angeben.

Zurück in die Uni: Mehr Normalität an Hochschulen im Wintersemester

Welche Veranstaltungen online und welche vor Ort stattfinden können, muss jede Uni selbst entscheiden. Die Studenten sollen das dem jeweiligen Vorlesungsverzeichnis entnehmen können. Wissenschaftsminister Sibler schätzt, dass sich die Zahl der Online- und Präsenzveranstaltungen die Waage halten wird – „abgestimmt auf die Schwerpunkte der einzelnen Hochschulen.“

Die Vorlesungszeit an den Universitäten soll vom 2. November bis 26. Februar dauern und verschiebt sich damit um zwei Wochen nach hinten. Für höhere Fachsemester in Pharmazie, Molekularer Medizin, Zahn- und Humanmedizin kann es je nach Universität der Fall sein, dass die Vorlesungszeit vom 12. Oktober bis 5. Februar dauert. Die Vorlesungszeit an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen soll gleich bleiben und vom 1. Oktober bis 25. Januar dauern. Ausgenommen davon sind Studienanfänger in zulassungsbeschränkten, grundständigen Studiengängen, die zentral vergeben werden: Die Vorlesungszeit soll am 2. November beginnen und am 19. Februar enden.

Sollte das Infektionsgeschehen einen Präsenzbetrieb ab Herbst allerdings nicht zulassen, „sind die Hochschulen in Bayern durch das digitale Sommersemester gerüstet“, sagte Sibler. In diesem Fall würde das Semester wie das aktuelle nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet werden. Der Minister erläuterte, dass sich entsprechende Fristen für Studenten automatisch verlängern, auch die Bafög-Förderungshöchstdauer.

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