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Allgäuer Tierskandal

16.08.2019

Tierskandal: Landräte fordern mehr Personal für Veterinärämter

Mittlerweile sind im Unterallgäu drei Milchviehbetriebe im Visier der Staatsanwaltschaft.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Nach Bekanntwerden des Tierschutz-Skandals im Allgäu haben sich nun vier Landräte an Umweltminister Glauber gewandt. Sie fühlen sich vom Ministerium im Stich gelassen.

Im Tierschutz-Skandal um mehrere Bauern im Allgäu, im Zuge dessen in dieser Woche ein dritter Bauernhof durchsucht wurde, haben sich nun vier Landräte an den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) gewandt und mehr Personal für die Veterinärämter gefordert. Das teilten die Landkreischefs Hans-Joachim Weirather (Freie Wähler, Unterallgäu), Maria Rita Zinnecker (CSU, Ostallgäu), Anton Klotz (CSU, Oberallgäu) und Elmar Stegmann (CSU, Landkreis Lindau) am Freitag mit.

Sie werfen dem Umweltministerium vor, "seit Jahren die Augen vor dem krassen Missverhältnis zwischen Arbeitsfülle und Personal" zu verschließen und somit billigend in Kauf zu nehmen, "dass Verstöße gegen das Tierschutzgesetz möglicherweise nicht sofort aufgedeckt und in vollem Umfang erkannt werden". Das Ministerium müsse seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Amtsmitarbeitern gerecht werden.

Tierschutz-Behörde soll 25 neue Stellen bekommen

Sie bemühten sich schon seit Jahren um mehr Personal, teilten die Landräte mit. Das Ministerium lasse die Ämter jedoch "kläglich im Stich". Die Mitarbeiter seien an der Grenze ihrer Belastbarkeit.

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Die jüngsten Vorwürfe gegen Landwirte im Allgäu unter anderem wegen Tierquälerei hatten eine Debatte um die personelle Besetzung in Veterinärämtern entfacht. Glauber kündigte an, Kontrollen für landwirtschaftliche Großbetriebe neu organisieren zu wollen. Für 85 Rinder- und Schweinezuchtbetriebe soll künftig dieselbe Spezialbehörde zuständig sein, die große Lebensmittel- und große Geflügelbetriebe kontrolliert. Die Behörde, mit Sitz in Erding und Kulmbach, soll 25 neue Stellen und zwei neue Standorte bekommen. (dpa)

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