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Hitler-Attentäter

15.11.2019

Wie ein Stauffenberg-Enkel die FDP aufmischen will

Will FDP-Generalsekretär werden: Karl Graf Stauffenberg.
Foto: Obermeier

Karl Graf Stauffenberg, Nachfahre des Hitler-Attentäters, kandidiert für Amt des Generalsekretärs. Er möchte damit die demokratische Freiheit stärken.

Karl Graf Stauffenberg will Generalsekretär der bayerischen Liberalen werden. Beim Parteitag der FDP am Wochenende in Amberg kandidiert der 48-Jährige aus dem unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld im Tandem mit dem bisherigen Landesschatzmeister Ulrich Lechte. Der 42-jährige Bundestagsabgeordnete aus der Oberpfalz fordert den amtierenden Landesvorsitzenden Daniel Föst heraus.

Enkel des Hitler-Attentäters unterstützt "demokratischen Wettbewerb"

Stauffenberg, der ein Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg ist, sagt auf Nachfrage, seine Bewerbung sei nicht gegen Föst gerichtet. Hätte jener ihn gefragt, ob er Generalsekretär werden wolle, hätte er „genauso ja gesagt“. Er finde es aber gut, dass es beim Parteitag einen „demokratischen Wettbewerb“ gibt, so Stauffenberg. Deshalb unterstütze er Lechte. Jener stehe für eine FDP, die sich nicht allein um Wähler aus städtischen Milieus bemühe.

Karl Graf Stauffenberg setzt sich für Kampf gegen Extremismus ein

Stauffenberg ist Gründungsvorsitzender der Vereinigung „Ländliche Liberale Bayern“. Sein Ziel sei es, mit guten Ideen dazu beizutragen, Bayern in der Fläche weiterzuentwickeln und so die Metropolen zu entlasten, sagt der 48-Jährige. Darüber hinaus wolle er an prominenter Stelle weiterhin – nicht zuletzt mit Blick auf seine Familiengeschichte – für demokratische Freiheiten, aber auch für die Verantwortung des Einzelnen im Kampf gegen jede Art von Extremismus werben.

Daniel Föst steht seit 2017 an der Spitze der Bayern-FDP. Der gebürtige Schweinfurter ist im Kreis Rhön-Grabfeld aufgewachsen, seit 2017 vertritt er Oberbayern im Bundestag. Mit Blick auf seine erneute Kandidatur als Landeschef sagt Föst: „Ich will sichergehen, dass die FDP eine relevante Größe in Bayern bleibt.“

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