Der Bau der Nordschwabenhalle, des Rathauses, der Staustufe oder der Umbau des Schlosses. In den 24 Jahren, in denen Gerhard Kornmann als Erster Bürgermeister die Geschicke der Stadt Höchstädt leitete, sind viele Projekte angestoßen und verwirklicht werden. Unter Kornmanns Flagge hat sich die Donaustadt nach der Gebietsreform verändert und entwickelt. Aber nicht nur deshalb werden die mehr als zwei Jahrzehnte in Höchstädts Geschichte in Erinnerung bleiben. Auch deshalb, weil mit Gerhard Kornmann zum ersten Mal und bis heute zum letzten Mal ein SPD-Politiker an der Spitze der Kommune stand. Das ist mittlerweile 17 Jahre her. „Das war damals eine absolute Sensation. Ich habe mit allem gerechnet, nur nicht damit, dass ich gegen einen CSU-Mann die Kandidatur gewinne. Es war fast ungeheuerlich, dass ich das geschafft habe“, erzählt Gerhard Kornmann und lacht. Seine Zeit als Bürgermeister war deshalb nicht für die Stadt, sondern auch für die Partei prägend. Dabei, so schildert es der 79-Jährige, habe er als Rathauschef nie parteipolitisch gearbeitet, sondern immer sachorientiert. „Darum betone ich immer wieder, dass ich einen tollen Stadtrat hatte – und zwar ringsherum. Es war nicht immer alles einhellig, aber ich habe die Zusammenarbeit toll empfunden.“
Höchstädt