Newsticker

Corona-Hotspots: Andere Bundesländer verhängen Beherbergungsverbot für Münchner und Würzburger
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Berufsschule Lauingen: Zwei bleibt zwei

30.06.2009

Berufsschule Lauingen: Zwei bleibt zwei

Landkreis/Lauingen Jetzt bleibt vorerst doch alles beim Alten: Das Wohnheim der Berufsschule Lauingen ist überfüllt. Deshalb übernachten viele Schüler im benachbarten Bildungszentrum der Bayerischen Verwaltungsschule. Und wenn diese Betten nicht mehr ausreichen, geht's ins Gundelfinger Rosenschloss oder in die örtliche Gastronomie. Was also Neues haben die Mitglieder des Kreisausschusses gestern entschieden?

Sie haben ihren eigenen Beschluss vom 18. November 2008 zurückgenommen. Damals war festgelegt worden, dass mehrere 18 Quadratmeter große Zweibettzimmer zu Dreibettzimmern aufgestockt werden. Das fand so mancher Ausbilder gar nicht gut. Georg Schneider, Abfallberater aus dem Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen sagte im vergangenen März zur Donau-Zeitung, diese Unterbringung sei "keinesfalls hinzunehmen".

Die Kreisräte haben den Ausweichmöglichkeiten gestern noch eine zusätzliche hinzugefügt: "Im Bedarfsfall kommt nach näherer Prüfung der Wirtschaftlichkeit auch die Unterbringung im frei werdenden alten Schülerheim der Staatlichen Berufsschule Höchstädt in Betracht." Konkret bedeutet das, dass die Lauinger Schüler unter Umständen auch im alten Wohnheim in Höchstädt übernachten.

All das ging Professor Dr. Georg Barfuß (FDP) jedoch nicht weit genug. Er will den Neubau eines weiteren Wohnheims an der Berufsschule. Lauingen habe in der Vergangenheit bereits auf das Krankenhaus und die Landwirtschaftsschule verzichtet. Nun fordere er Solidarität von den anderen Räten, so Barfuß. Die Berufsschule habe einen Ruf zu verlieren. Er habe bereits mit Lauingens Bürgermeister Wolfgang Schenk gesprochen - die Stadt würde ein angrenzendes Grundstück zur Verfügung stellen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Standortnahe Unterbringung

Schenk ( SPD) begrüßte den Vorschlag, die Dreibettzimmer-Lösung zurückzustellen. Doch: "Eine standortnahe Unterbringung wäre wichtig." Der Standard in Höchstädt sei für die dortigen Berufsschüler nicht ausreichend gewesen - dann könne er auch nicht für die Lauinger genügen. Landrat Leo Schrell betonte in der Diskussion, es gehe nicht um eine endgültige Lösung. Für eine solche Entscheidung fehlten derzeit die entsprechenden Informationen - etwa die Entwicklung der Schülerzahlen.

Hildegard Wanner (CSU) sagte, die Unterbringung in Höchstädt sei nur für den Übergang. Hans-Jürgen Weigl (SPD) kritisierte, dass die Kreisverwaltung beim ersten Beschluss nicht die Gegenargumente aufgezeigt habe. Bernd Steiner (SPD) regte an, dass der Ausschuss über die Entwicklung an der Berufsschule informiert werden solle. Barfuß schlug vor, die Verwaltung solle prüfen, wie ein Neubau vonstattengehen kann - nach Höchstädter Modell. Dillingens OB Frank Kunz (CSU) meinte, man soll sich nicht nur auf dieses Vorbild konzentrieren. Auch Schrell sah dies so. Der Ausschuss beauftragte schließlich die Verwaltung, die Erweiterung des Schülerwohnheims zu prüfen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren