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Bissingen

23.02.2016

Die Flamme weitergeben

Klicken Sie auf das Bild, um alle zu sehen: Große Ehrung für Elisabeth Konrad. Sie übte vielfältige Funktionen innerhalb des Landvolks bis hin zur bundesdeutschen Vorsitzenden aus, blieb dabei aber immer der örtlichen Landvolkgruppe eng verbunden. Abgebildet sind von links: Luise Schmid, Anton Schiele, Elisabeth Konrad, Prälat Wunibald Hitzler, Diözesan-Landvolkseelsorger Dr. Wolfgang Hacker und Pater George Vadakkinezhath.
Bild: Helmut Herreiner

Katholisches Landvolk Bissingen feiert 40. Bestehen. Was sich in den vergangenen Jahren verändert hat

Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, an dem einige Hundert Gläubige teilnahmen, und einem anschließenden Festabend im Gasthaus Krone wurde das 40-jährige Gründungsjubiläum der Katholischen Landvolkbewegung Bissingen gefeiert. Fahnenabordnungen aus den Dekanaten Höchstädt-Dillingen, Donauwörth und Nördlingen erwiesen der KLB Bissingen ihre Referenz. Den Festgottesdienst, mitgestaltet von den Landvolkmitgliedern und musikalisch mit modernen Rhythmen begleitet von der Bissinger Band STR, zelebrierten Domkapitular Dr. Wolfgang Hacker, Prälat Wunibald Hitzler und Pater George Vadakkinezhath. Letzterer gab seiner Freude Ausdruck, dass er in Bissingen eine noch sehr lebendige Landvolkbewegung vorgefunden habe. Dem schloss sich Domkapitular Dr. Hacker an, der als Landvolkseelsorger der Diözese Augsburg ins Kesseltal gekommen war. Er erinnerte an einen Spruch von Thomas Morus, der einst gesagt hatte: „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme!“

Aus dem Blick zurück, manchmal voller Freude, manchmal auch mit Wehmut, müsse die Kraft für die Bewältigung der gegenwärtigen und zukünftigen Aufgaben erwachsen. Nur stehen zu bleiben und den Blick zurückzurichten, genüge nicht zur Bewältigung der gegenwärtigen Anforderungen. In einem Gabengang zum Altar verdeutlichten einige langjährige Landvolkmitglieder, welche Werte sie besonders in den Mittelpunkt ihrer Gemeinschaft stellten: gemeinsam initiativ zu sein, den Glauben zu leben und die Heimat zu gestalten. Den Festabend im Kronensaal eröffneten der Musikverein Kesseltal und der Erste Vorsitzende der KLB Bissingen, Anton Schiele. Prälat Wunibald Hitzler, als damaliger Ortspfarrer von Bissingen sozusagen „Geburtshelfer“ für das Katholische Landvolk im Kesseltal, schaute in seinem Grußwort zurück auf seine Ankunft in Bissingen zum Jahreswechsel 1959/60. Damals habe er eine Landvolk-Bewegung im wahrsten Sinne des Wortes vorgefunden, denn damals gingen von rund 1600 Gläubigen der Pfarrei Bissingen jeden Sonntag mehr als die Hälfte in die Kirche, viele von ihnen zu Fuß. „Und die, die es am weitesten hatten, waren meistens als Erste da“, schmunzelte er.

Es galt damals, Angebote für die mittlere Generation zu organisieren, denn eine aktive Landjugend und einen Altenclub gab es damals schon.

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So wurde zu Jahresbeginn 1976 von 70 Gründungsmitgliedern die KLB Bissingen begründet und damals Anton Schiele sen., der Vater des heutigen Vorsitzenden, zum ersten Vorstand gewählt. „Ich wünsche, hoffe und bete, dass die KLB Bissingen noch lange bestehen bleibt“, schloss Prälat Hitzler und wurde darin bestärkt von dem Ersten Vorsitzenden der Landvolkbewegung der Diözese, Marcus Öfele.

Dieser sagte: „Ein fruchtbares Gemeindeleben kann sich nur entwickeln, wenn es ein Miteinander gibt!“ Bürgermeister Michael Holzinger dankte allen, die im Landvolk vielfältigste Aufgaben wahrnehmen: „Wir sind in unserem ländlichen Raum auf das Zusammenwirken der Bürger angewiesen, und unser Landvolk hat in und um Bissingen viel bewegt!“ Wie viel, das wurde nach einem heiteren Gedicht, vorgetragen von Ingrid Köhnlein und Birgit Huber, deutlich. Mittels einer Powerpoint-Präsentation blickten Elisabeth Konrad und Max Kapfer auf die vergangenen vier Jahrzehnte zurück. Aus 6000 Bildern und Dias hatten sie unter Mithilfe von Norbert Simper 250 ausgewählt, welche die vielfältigen Aktivitäten dokumentierten. Und um es nicht zu vergessen: Die Spendenerlöse aus den Weihnachtsbasaren oder der Aktion „Minibrot“ aus den vergangenen Jahrzehnten, die das Landvolk Bissingen zusammen mit anderen Vereinen und Organisationen erwirtschaftet hat und die allesamt sozialen und kirchlichen Zwecken zugutekamen, beliefen sich auf stolze 116600 Euro, wie Luise Schmid zusammengetragen hatte. Mit einem großen „Dankeschön“ an Elisabeth Konrad, die neben ihrem vielfältigen Engagement im Landvolk bis hinauf auf Bundesebene dem örtlichen Landvolk die gesamten 40 Jahre in verschiedenen Funktionen im Vorstand angehörte, und an alle ehemaligen und gegenwärtigen Aktiven endete der Festabend.

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