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Bächingen

03.05.2018

Glasfaser für Bächingen

Bei der Übergabe des Förderbescheids in Bächingen: (von links) Stellvertretender Landrat Alfred Schneid, Bächingens Bürgermeister Roland Grandel, MdL Georg Winter, Christoph Mettel, Bürgermeister von Kooperationspartner Haunsheim, Staatssekretär Hans Reichhart und MdL Johann Häusler.
Bild: Andreas Schopf

Staatssekretär Hans Reichhart überreicht den Förderbescheid. Warum Bürgermeister Roland Grandel nun Diskussionen erwartet.

Ohne schnelle Internetverbindung geht heutzutage nichts mehr. Doch gerade im ländlichen Raum benötigen surfen, streamen und downloaden mitunter halbe Ewigkeiten. In Bächingen soll sich das jetzt ändern. Die Gemeinde hat sich für ein Förderprogramm zum Glasfaserausbau beworben. Mit Erfolg. Am Mittwoch war Finanz- und Heimatstaatssekretär Hans Reichhart (CSU) zu Gast an der Brenz, um den Förderbescheid zu überreichen.

„Es freut mich, dass Sie in strukturschwaches Gebiet kommen“, begrüßte Bürgermeister Roland Grandel den Gast aus München. Grandel sprach von einem „besonderen“ und „freudigen“ Tag für Bächingen. Denn die Breitbandversorgung ist mittlerweile ein gewichtiges Argument im kommunalen Wettbewerb. Wer statt der oft zitierten Datenautobahn nur einen – bildlich gesprochen – holprigen Feldweg bietet, hat im Kampf um Bauplatzinteressenten schlechte Karten.

In der Brenzgemeinde sollen künftig Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit pro Sekunde möglich sein. Zumindest für einen Teil der Bevölkerung. Ein Drittel der Haushalte wird von einem neuen Anschluss profitieren können. Das sind rund 270 Haushalte, die bislang weniger als 30 Mbit zur Verfügung hatten.

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Der Förderbescheid, den Reichhart dabei hatte, bedeutet für Bächingen viel Geld. Der Freistaat fördert diese Maßnahme mit rund 485000 Euro. Die Gemeinde selbst muss rund 128000 Euro aufbringen. Der Ausbau erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Netcom BW. In seiner Rede betonte Reichhart, wie wichtig der Breitbandausbau gerade im ländlichen Raum ist. „Wir wollen, dass Menschen überall zu den gleichen Bedingungen leben können“, sagte er und bezeichnete die Vernetzung mit Glasfaser als ein „Stück Zukunft für die Heimat“.

Bis die Bächinger vom schnellen Internetanschluss profitieren, dauert es allerdings noch etwas. Erst müssen die Kabel in die Erde. Grandel rechnet damit, dass die Baumaßnahme rund ein Jahr dauern wird. Wenn es so weit ist, hofft er, dass sich viele Bürger für das neue Angebot entscheiden werden. „Nur dann lohnt sich die Investition.“

Dem Bürgermeister ist aber auch bewusst, dass der nur teilweise Breitbandausbau für Unmut in der Gemeinde sorgen kann. Immerhin profitieren zwei Drittel der Haushalte nicht vom schnellen Internet. Ihr Anschluss bietet jetzt schon mehr als 30 Mbit und ist deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht förderfähig. „Einige Bürger sind nicht begeistert“, berichtet Grandel. Er rechnet damit, dass der geplante Ausbau zu weiteren Diskussionen und Unverständnis führen wird. „Vielleicht haben wir aber noch einmal die Möglichkeit, auch für den Rest Bächingens die Situation zu verbessern.“

Möglichkeit zum Gespräch bietet sich am kommenden Dienstag, 8. Mai. Dann findet um 19 Uhr in der Gemeindehalle die Bächinger Bürgerversammlung statt.

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