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Landkreis Dillingen

03.12.2017

Handballgroßer Eisbrocken schlägt in Haus in Lauingen ein

Zerbrochene Dachziegel und Eisbrocken unbekannter Herkunft: Gerhard Mayer und seine Frau Rita Peter-Mayer hat der Einschlag des Brockens schockiert.
Bild: Berthold Veh

"Ich dachte, da ist eine Bombe explodiert": In ein Dach in Lauingen schlägt nachts ein Eisbrocken ein. Die Bewohner erschrecken, die Polizei rätselt, woher der Brocken kam.

Es ist ein gemütlicher Samstagabend vor dem ersten Advent. Gerhard Mayer und seine Frau Petra sitzen mit Verwandten bei einem Glas Wein im heimeligen Wintergarten ihres Hauses in der Schabringer Straße in Lauingen. Die Gespräche sind gut, die Zeit ist bis kurz vor Mitternacht vorgerückt. Da macht es gegen 23.30 Uhr auf einmal einen heftigen Schlag. Die Mayers und ihre Gäste sind entsetzt. „Ich war richtig geschockt“, sagt Heilpraktikerin Rita Peter-Mayer. Auch Gerhard Mayer fährt der Schreck durch die Glieder: „Ich dachte im ersten Moment, da ist eine Bombe explodiert.

Als er nach draußen geht, macht es einen zweiten „gewaltigen Schlag“. Die Suche nach der Ursache beginnt. Rita-Peter Mayer denkt, dass die Heizung explodiert sein könnte. Die Schwägerin spekuliert, ob die Explosion nicht etwa vom Auto kommen könnte. Schließlich sehen die Mayers, dass über die ganze Straße bis zu den Nachbarn hinüber Eisbrocken verteilt sind. Auch zerbrochene Dachziegel liegen im Garten.

Gerhard Mayer blickt zum Dach. Da wird ihm klar, dass direkt neben dem Kamin ein Eisbrocken eingeschlagen haben könnte. Die Lauinger verständigen schließlich die Polizeiinspektion Dillingen.

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Polizei berichtet von großem Eisbrocken - Herkunft unklar

Im Polizeibericht heißt es am Sonntag, dass ein größerer Eisbrocken auf dem Dach eines Hauses in der Schabringer Straße in Lauingen eingeschlagen hat. „Woher der Eisbrocken kam, ist ungeklärt“, sagt die Polizei. Aufgrund der Beschädigungen am Dach, unter anderem an den Dachziegeln und am Kamin, müsse dieser Eisbrocken aus einer großen Höhe, eventuell von einem Flugzeug, heruntergefallen sein. Weil nur noch Eissplitter herumlagen, könne die Größe des Eisbrockens nur noch geschätzt werden. Die Polizei geht davon aus, dass der Brocken in etwa die Größe eines Handballs hatte. Die genaue Schadenshöhe am Dach müsse erst noch geklärt werden.

Die Spuren des Einschlags sind deutlich zu sehen.
Bild: Berthold Veh

Das Ehepaar Mayer ist am Tag danach in erster Linie erleichtert, dass, abgesehen von dem Sachschaden, nichts passiert ist. „Wir hatten ganz viel Glück und viele Schutzengel“, sagt Rita Peter-Mayer. Wenige Zentimeter weiter hätte der Eisbrocken in das Glasdach des Wintergartens eingeschlagen. Und ob die Runde da ohne Verletzungen davongekommen wäre, sei fraglich. Aber so können die Lauinger nach dem Schreck am Sonntag beim Fototermin mit unserer Zeitung bereits wieder lachen. Gerhard Mayer hat einige zersplitterte Eisbrocken aufgesammelt und eingefroren. Als Beweismittel für die Versicherung. Ob die für den Schaden aufkommt, weiß der Lauinger allerdings noch nicht.

Weitere Spuren des Einschlags.
Bild: Berthold Veh

Bei der Polizei in Dillingen gibt der Eisbrockeneinschlag Rätselraten auf. „Man hört ja davon, dass solche Eisbrocken gelegentlich von Flugzeugen herunterfallen“, sagt Polizeihauptkommissar Roland Philipp. Aber im Landkreis Dillingen sei das seines Wissens noch nie vorgekommen.

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