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Lauingen

06.12.2017

Helmuth Zengerle tritt von seinen Ämtern zurück

Lauingens Dritter Bürgermeister Helmuth Zengerle hat in einem Schreiben den Rücktritt von seinem Mandat im Stadtrat erklärt.
Bild: K. Aumiller

Der Dritte Bürgermeister von Lauingen gibt sein Mandat im Stadtrat auf. Und den Vorsitz im CSU-Ortsverband legt der Ex-Chef der Elisabethenstiftung ebenfalls nieder.

In Lauingen macht eine Nachricht die Runde: Der Dritte Bürgermeister Helmuth Zengerle hat in einem Brief an Rathauschef Wolfgang Schenk den Rücktritt von seinem Mandat im Stadtrat erklärt. Und auch den Vorsitz im CSU-Ortsverband hat der frühere Direktor der Elisabethenstiftung aufgegeben. Zengerle betonte gegenüber unserer Zeitung, dass ausschließlich gesundheitliche Gründe für seine Entscheidung ausschlaggebend gewesen seien. „Es liegt das Attest eines Krankenhauses bei“, informierte Zengerle auf Anfrage. Mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Augsburg habe seine Entscheidung nichts zu tun. Gegen den früheren Stiftungsdirektor läuft gegenwärtig ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue. Wie berichtet, soll der frühere Chef der Elisabethenstiftung über Jahre hinweg Zulagen ohne vertragliche Grundlage erhalten haben.

Lauingens Bürgermeister Wolfgang Schenk bestätigte, dass er Zengerles Rücktrittsgesuch erhalten hat. „Helmuth Zengerle hat uns mitgeteilt, dass er aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter ab dem 1. Dezember nicht mehr wahrnehmen kann“, teilte Schenk mit. Da bleibe nichts anderes übrig, als diese Entscheidung zu akzeptieren. „Die Gesundheit geht vor“, sagte der Lauinger Rathauschef. Er habe von den gesundheitlichen Problemen des Dritten Bürgermeisters gewusst. „Mit dem Ausscheiden von Helmuth Zengerle geht viel Erfahrung im Lauinger Stadtrat verloren“, stellte Schenk fest.

Der stellvertretende Lauinger CSU-Ortsvorsitzende Markus Hoffmann bestätigte, dass Zengerle ihm ebenfalls eine Rücktrittserklärung geschickt habe. Darin erklärt der langjährige Ortsvorsitzende Zengerle, dass er mit sofortiger Wirkung seine politischen Ämter im CSU-Ortsverband niederlegt. „Wir waren überrascht“, sagte Hoffmann gegenüber unserer Zeitung. Die Rücktritts-Entscheidung wollte der bisherige stellvertretende Vorsitzende nicht kommentieren. Der Ortsverband, so Hoffmann, habe Zengerle nicht zu diesem Schritt gedrängt. Bei der Lauinger CSU hatte es aber nach der Einleitung des Ermittlungsverfahrens in den vergangenen Monaten „intensive Gespräche“ über die politischen Zukunft Zengerles gegeben.

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Hoffmann sagte ebenfalls, dass mit dem Ausscheiden des Dritten Bürgermeisters dem Stadtrat viel Wissen verloren gehe. Zengerle habe 28 Jahre als Fraktionschef im Lauinger Stadtrat mitgearbeitet. Und CSU-Ortsvorsitzender sei der frühere Bezirksrat ebenfalls „etwa 35 Jahre lang“ gewesen. Helmuth Zengerle war zuletzt drei Jahre Dritter Bürgermeister. Zuvor hatte er 18 Jahre lang als Zweiter Bürgermeister Verantwortung übernommen.

Nachrücker auf der CSU-Liste ist Tobias Linder. Die CSU-Stadtratsfraktion hat sich darauf verständigt, dass Markus Hoffmann neuer Fraktionschef wird. Stellvertretende Fraktionsvorsitzende sind künftig Albert Kaiser und Vitus Kleinle, der dieses Amt neu übernimmt. Als Dritter Bürgermeister ist nach Informationen unserer Zeitung Albert Kaiser im Gespräch, aber auch Claudia Stocker werden Ambitionen nachgesagt. Die FDP-Politikerin hatte bereits vor drei Jahren bei der Wahl des Dritten Bürgermeisters ihren Hut in den Ring geworfen.

Die nächste Lauinger Stadtratssitzung findet am Dienstag, 19. Dezember, um 18.30 Uhr im Lauinger Rathausfestsaal statt. Dort soll dann ein neuer Dritter Bürgermeister gewählt werden. "Kommentar

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