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Neues Gremium

16.07.2020

Lauingen soll radfreundliche Kommune werden

Nicht nur beim Triathlon sollen sich Radler in der Albertus-Magnus-Stadt wohlfühlen: Lauingen will Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen werden.
Bild: Karl Aumiller (Archiv)

Der Stadtentwicklungs-Ausschuss tagt erstmals. Weitere Gewerbeflächen sind dringend notwendig. Die beste Nachricht hebt sich Bürgermeisterin Katja Müller bis zum Schluss auf

Die erfreulichste Zukunftsperspektive eröffnete Lauingens Bürgermeisterin Katja Müller ganz am Schluss unter Sonstiges. Sie informierte die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstagabend, dass der Bahnhof Lauingen endlich barrierefrei werde.

Diese Zusicherung habe sie von Verkehrsminister Scheuer erhalten (DZ berichtete). „Es hat lange gedauert“, betonte die Bürgermeisterin, schränkte jedoch ein „und es wird noch fünf bis sieben Jahre dauern, bis es soweit ist“. Dennoch war ihr der Applaus der Räte sicher. Und so fügte sich diese Information trefflich in die erste öffentliche Sitzung des neu geschaffenen Gremiums, das nach der Wahl durch die Zusammenlegung der Ausschüsse für Bau und Umwelt entstanden war. Denn unter dem Motto „Zukunftsperspektiven der Stadtsanierung“ hatte der Stadtrat „fast vollzählig“ (Müller) in Thierhaupten von Freitagmittag bis Samstagabend ein Seminar absolviert. Unisono und fraktionsübergreifend kamen die Mitglieder des Ausschusses zu einer überaus positiven Bewertung, sowohl der Inhalte, wie auch der Zusammenarbeit unter den Ratsmitgliedern. Auch beim nächsten Thema ging es um Perspektiven für die weitere Stadtentwicklung. So beschloss der Ausschuss einstimmig, dass Lauingen Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK) werden solle. Die AGFK gibt es seit 2012, wird vom Innenministerium finanziell und sachlich unterstützt. Ziel ist die Förderung des Radverkehrs, insbesondere der Nahmobilität. Ist eine Kommune aufgenommen, prüft eine unabhängige Kommission einen Tag lang den Stand der Fahrradfreundlichkeit und gibt Handlungsempfehlungen. Nach vier Jahren wird – anhand zahlreicher Kriterien – geprüft, ob die Kommune den Aufnahmekriterien der AFGK genügt. Ist das der Fall, erhält sie auf Vorschlag der AFGK vom Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“.

Davon gibt es im Freistaat zurzeit 77, aus unserer Region zum Beispiel Donauwörth, Stadt und Landkreis Augsburg, die Stadt Weißenhorn und den Landkreis Neu-Ulm. Zusätzliche Perspektiven für Gewerbeansiedlungen soll ein neuer Flächennutzungsplan bringen. Denn in Lauingen gibt es im Besitz der Stadt nur noch eine Gewerbefläche von rund 12000 Quadratmetern, für die es laut Bürgermeisterin bereits drei Bewerber gebe.

Mit Hinweis auf das Thema Gewerbesteuereinnahmen hoben Katja Müller wie auch die Ausschussmitglieder die Dringlichkeit der Ausweisung neuer Flächen hervor. Der Vorschlag der Verwaltung sieht im Norden der B16, zwischen der Kreisstraße DLG 28/Riedhauser Straße und der Wittislinger Straße ein weiteres Gewerbegebiet vor. Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Stadtrat, einen Bebauungsplan zu beschließen.

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