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Aktion

03.06.2015

Mahnfeuer für den Milchpreis

Mit einem Mahnfeuer machten die Milchbauern in Lauingen auf ihre Probleme aufmerksam.
Bild: BDM

BDM spricht von einer Krise. Was die Erzeuger fordern

Zum Tag der Milch hatte der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) Donau-Ries/Dillingen auf den Betrieb Sporer und Sohn nach Lauingen eingeladen und ein Mahnfeuer entzündet. Zahlreiche Milcherzeuger und Interessierte haben sich ausgetauscht und informiert.

„Der Tag der Milch ist ein guter Anlass, einmal mehr darauf hinzuweisen, dass wir mit Begeisterung ein gesundes und wertvolles Lebensmittel erzeugen und das auch weiter tun wollen“, stellte Josef Bissinger, BDM Kreisvorsitzender Donau-Ries/Dillingen eingangs heraus. „Wir haben großes Interesse daran, nachhaltig zu wirtschaften, das heißt, in Kreisläufen zu denken und dafür Sorge zu tragen, dass auch unsere Hofnachfolger Bedingungen vorfinden, die es ihnen ermöglichen, diesen Beruf gerne und mit Perspektive für die Zukunft zu ergreifen.“

Laut Bissinger befinde man sich nach den Jahren 2009 und 2012 schon wieder in einer Milchmarktkrise, die mit massive Wertschöpfungsverlusten an die Substanz der Milchviehhalter gehe. Den Milchviehhaltern würden keine langfristig positiven Prognosen helfen. „Das hör ich schon seit 30 Jahren“, beklagte sich der Kreisvorsitzende. Stattdessen würden Gegenwart und die kurzfristige Zukunft den Milcherzeugern massive Verluste bescheren. Daher erwartet der BDM, dass sich sowohl die Politik als auch Verantwortliche der Milchbranche endlich ernsthaft für ein intelligentes, flexibles und wirksames Marktkriseninstrument einsetzen. Der BDM hat ein Konzept vorgelegt, das über die bestehenden Kriseninstrumente wie Intervention und private Lagerhaltung, die sich schon bisher als nicht ausreichend erwiesen hätten, hinausgehen. Wenn es wie in der aktuellen Krise nicht mehr ausreicht, nicht nachgefragte Mengen einzulagern, sollten die Milchmengen zeitlich befristet gedeckelt werden können, um weiteren Preisdruck und Wertschöpfungsverluste zu verhindern.

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„Wir setzen bei unserem Konzept zum Marktkrisenmanagement, das ausdrücklich nur zeitlich befristet für die Krise greift, auf so viel unternehmerische Freiheit für die Milchbauern wie möglich. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass eine möglicherweise zeitweise Deckelung der Milchmengen allen dient, da sich die Preise so schneller erholen können“, erklärte Bissinger.

Im Anschluss gab es noch eine rege Diskussion. (pm)

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