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21.10.2018

Requiem für Gundelfinger Künstler Ernst Andrae

Im Alter von 92 Jahren verschied der einheimische Künstler Ernst Andrae, der über seine Heimatstadt hinaus große Anerkennung erzielte.
Bild: Gernot Walter

Der Gundelfinger Künstler ist im Alter von 92 Jahren gestorben.

Im Alter von 92 Jahren verschied der einheimische Künstler Ernst Andrae, der über seine Heimatstadt hinaus große Anerkennung erzielte.

Der in Ulm Geborene wuchs dort auf, machte sein Abitur, wurde eingezogen und erlebte die letzten Kriegstage in Hamburg. Weil Ulm stark zerbombt war, zog Ernst Andrae nach Gundelfingen. In Dillingen studierte er Kunstgeschichte und Philosophie, ehe er wieder in Ulm Fuß fasste. In der „Ulmer Schule“ bei Professor Wilhelm Geyer studierte Ernst Andrae fünf Jahre lang Malerei und bei Fritz Querengässer Grafik. Andrae wurde Mitglied im Berufsverband der Bildenden Künstler Ulms; als Hauptberuf wählte er Werbegrafik.

Er schuf Bilder von großer innerer Erlebniswelt

In Ulm und später in Günzburg wurde Ernst Andraes Kreativität bei führenden Unternehmen geschätzt. Daneben betrieb Andrae seine Malerei als Hobby. Dabei reüssierte er und schuf Bilder von großer innerer Erlebniswelt. In Ulm, Donauwörth, München und mehrmals in seiner Heimatstadt vermittelten Andraes Werke in großen Präsentationen einen Eindruck von der intensiven Ausdruckskraft des Künstlers. Im Alten- und Pflegeheim Gundelfingen hatte er vor vier Jahren seine letzte Ausstellung mit Gemälden aus der früheren Schaffensperiode.

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Ein gläubiger, humorvoller und hilfsbereiter Mensch

Ein typisches Selbstbildnis auf seiner Staffelei zierte den Altarraum der St. Martinskirche, in der Kaplan Nimin das Requiem hielt. Er skizzierte die Vita des Verstorbenen und schilderte Ernst Andrae als gläubigen, hilfsbereiten und humorvollen Menschen.

Worte des Trostes fand der Geistliche für die hochbetagte Ehefrau, für die Tochter und deren Ehemann. Die Totenfeier umrahmte die Sopranistin Iris Lutzmann mit Sologesängen von Mendelssohn-Bartholdy und G. Fr. Händel und mit einem Violinsolo aus Händels Messias, Gernot Walter begleitete auf der Orgel. (pm)

Lesen Sie dazu auch:

Andrae 2017 in Höchstädt: Ein Augen- und Ohrenschmaus

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