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Landkreis Dillingen

13.01.2021

So kontrolliert die Dillinger Polizei die Corona-Regeln

Wie stark kontrolliert die Polizei im Kreis Dillingen die Einhaltung der Corona-Regeln?
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Plus Wird die nächtliche Ausgangssperre im Landkreis Dillingen jetzt besser eingehalten als vergangenen Jahr? Die Polizei hat Zahlen darüber. Eine Familie könnte Ärger bekommen, weil sie im Stau stand.

Seit fast einem Monat gilt auch im Landkreis Dillingen die nächtliche Ausgangssperre, und am Montag wurden im Kampf gegen die Pandemie die Corona-Regeln noch einmal verschärft. So können sich beispielsweise Bewohner aus einem Haushalt nur noch mit einer Person treffen. Aber halten sich die Menschen in der Region daran?

Offensichtlich ja. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Nord auf Anfrage mitteilt, haben die Beamten im Januar bis zum Mittwochmorgen im Landkreis Dillingen 14 Verstöße gegen die nächtliche Ausgangssperre registriert.

Im alten Jahr hatte die Polizei ab dem 15. Dezember noch 62 Landkreis-Bürger aufgehalten, die sich nachts ohne hinreichenden Grund draußen aufgehalten hatten.

Was sagen die Zahlen im Verhältnis zur Einwohnerzahl im Landkreis Dillingen aus?

Polizeipräsidiums-Sprecher Talib Khachab sagt: „Daraus kann man schließen, dass sich die Leute immer mehr an die Regeln halten.“ Am Anfang sei die nächtliche Ausgangssperre ja noch neu gewesen. 14 Verstöße in fast zwei Wochen im Januar seien im Verhältnis zur Einwohnerzahl des Landkreises (knapp 97000) „nicht viel“, sagt Khachab.

So intensiv sind die Kontrollen der Dillinger Polizei

Der Sprecher der Polizeiinspektion Dillingen, Gunther Hetz, bestätigt, dass es in den vergangenen Tagen „erfreulicherweise weniger Ordnungswidrigkeiten“ nach dem Infektionsschutzgesetz gegeben habe. Die Polizei in der Region werde keinesfalls lascher bei den Kontrollen, sagt Hetz auf Anfrage. „Es wird intensiv kontrolliert.“ Ohne Anlass gehe die Polizei aber nicht in die Häuser, um etwa zu überprüfen, ob mehr als eine zulässige Person aus einem fremden Haushalt vor Ort ist. (Neue FFP2-Maskenpflicht in Bayern: Antworten zur Regel).

Dies passiere nur, wenn ein begründeter Verdacht bestehe. Mit solchen Fällen habe die Polizei in den vergangenen Tagen aber nicht zu tun gehabt, teilt Hetz mit. Und auch Verstöße gegen die Maskenpflicht habe es kaum geben.

Einer Familie aus dem Kreis Dillingen könnte ein sattes Bußgeld drohen

Nach Informationen unserer Zeitung soll die Polizei eine Familie aus dem Landkreis, die bei einem Ausflug in einen Stau geraten war, kurz nach 21 Uhr wenige Kilometer vor der Haustür aufgehalten haben. Ihr drohe nun ein Bußgeld. Hetz erläutert, dass die Polizei einen Ermessensspielraum habe und die Ordnungswidrigkeit nur feststelle. Letztendlich entscheide das Landratsamt. Sprecher Peter Hurler hatte jüngst erläutert, dass Bürger, die eine Ordnungswidrigkeit begangen haben, erst einmal Gelegenheit bekommen, sich in einer Anhörung zum Tatvorwurf zu äußern.

Wer fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt habe, der müsse ein Bußgeld bezahlen. Wer gegen die nächtliche Ausgangssperre verstoßen hat und dabei erwischt wurde, wird kräftig zur Kasse gebeten. Der Regelsatz sieht für diese Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld von 500 Euro vor.

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