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Syrgenstein

26.06.2017

Stammzellenspender gesucht

Josua Heindel
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Josua Heindel
Bild: Lehenberger

In Syrgenstein können sich Freiwillige typisieren lassen. Ein Binswanger berichtet von seiner Turbospende.

Immer mehr Menschen im Landkreis Dillingen lassen sich typisieren und ihre Daten in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufnehmen. 10033 Typisierte sind es in der Region inzwischen. Davon haben 128 auch schon ihre Stammzellen gespendet.

Wie Brigitte Lehenberger von der DKMS mitteilt, werden es durch patientenbezogene, Vereins-, Betriebs-, Orts- und landkreisübergreifende Schulaktionen sowie Aufnahmen auf dem Postweg immer mehr Menschen, die sich typisieren lassen.

Josua Heindel und Maximilian Gumpp aus Binswangen machten bei einer Schulaktion mit – und sind beide Lebensspender. Die beiden jungen Männer haben viel gemeinsam: Sie kommen beide aus Binswangen, sind beide engagiert bei der Feuerwehr aktiv, ließen sich beide 2010 an ihren Berufsschulen typisieren und spendeten beide im März dieses Jahres ihre lebensrettenden Stammzellen.

Josua Heindel war Technikschüler, als er sich 2010 an der Ludwig-Bölkow-Berufsschule Donauwörth beteiligte. Der Auszubildende zum Fluggerätemechaniker ließ sich bei der dortigen Schulaktion registrieren. Sieben Jahre später, Heindel besucht inzwischen die Berufs- und Technikerschule Nördlingen, schenkt er einem Mann ein neues Leben: Durch Heindels periphere Stammzellspende im Klinikum Ulm bekommt ein 61-jähriger Mann aus Großbritannien die Chance. „Wenn man helfen kann, sollte man das tun“. Davon ist der 26-Jährige überzeugt.

Maximilian Gumpp legte dagegen eine Turbospende hin, teilt Brigitte Lehenberger mit: Auch er ließ sich als Auszubildender im Zimmererhandwerk ebenfalls 2010 bei einem Aufruf an seiner Berufsschule in Immenstadt bei der DKMS aufnehmen.

Im März 2017 wurden ihm im Klinikum in Köln die nötigen überschüssigen Stammzellen nach einer vorherigen Stimulierung in 100 Minuten aus dem Blut gefiltert. Er konnte mit seiner Turbospende einer 66-jährigen Frau aus den USA die Chance auf ein neues Leben schenken. Ganz besonders freut ihn die Nachricht, dass „seine“ Patientin zwischenzeitlich aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Gumpp motiviert: „Das Spenden tut nicht weh – das können andere auch!“ Insgesamt haben sich 2500 Schüler und Studierende ab 17 Jahren in diesem Schuljahr im Rahmen der Aufrufe „DKMS-Leben-spenden-macht-Schule“ an ihren Schulen in den Landkreisen Dillingen, Augsburg Stadt/Land, Donau-Ries und Aichach-Friedberg bei der DKMS gemeinnützige GmbH (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) aufnehmen lassen. Sie gehen mit gutem Beispiel voran.

Wie wichtig jeder Einzelne ist, zeigen die Zahlen: Unter 100 Typisierten kommt mindestens einer zur Stammzellspende, unter den jungen Leuten sind es sogar zwei von 100 Typisierten.

Brigitte Lehenberger wirbt als ehrenamtliche Unterstützerin der DKMS weiter um freiwillige Spender: „Vielleicht wartet genau auf Sie ein Patient – wie Patrick Haschke aus Wallerstein.“ Für ihn stehe nach wie von unter weltweit 30 Millionen Typisierten kein passender Spender zur Verfügung, wie für jeden siebten weiteren Patienten.

Am kommenden Samstag, 1. Juli, findet eine weitere Typisierungsaktion statt. Dieses Mal in Syrgenstein. Während des Kinderfestes von 14.30 bis 18.30 Uhr können sich Freiwillige in der Bachtal-Grundschule, Schulstraße 10, in Syrgenstein typisieren lassen. Laut Brigitte Lehenberger haben aus Syrgenstein, Bachhagel und Zöschingen unter 520 Registrierten bereits acht Stammzellenspender, darunter Robert Buschina, Stefan Kindsvater und Rainer Hönl, betroffenen Patienten ein neues Leben schenken. (pm) Fotos: Lehenberger/Franziska Gumpp

Im Internet

Weitere Informationen gibt es auch unter www.dkms.de Der Flyer zur Aktion in Syrgenstein ist abrufbar unter www.vg-syrgenstein.de

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