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Dillingen

18.06.2019

Tag der Bundeswehr: "Die Ziele vollkommen erreicht"

Am Samstag fand der Tag der Bundeswehr in Dillingen statt.
Bild: Marcus Merk

25.000 Menschen sind zum Tag der Bundeswehr nach Dillingen gekommen. Kommandeur Markus Krahl und Major Patrick Glaser ziehen eine Bilanz.

Herr Krahl und Herr Glaser, die Vorbereitungen für den Tag der Bundeswehr waren ja ein großer Kraftakt –sind Sie froh, dass es jetzt vorbei ist?

Kommandeur Markus Krahl: Also froh, dass es vorbei ist, würde ich jetzt nicht sagen. Wenn man die Gesichter der Menschen gesehen hat, das Lachen der vielen Kinder, das war überwältigend. Das Feedback, das ich bekommen habe, war, dass jeder gerne mitgemacht hat und diesen Kraftakt gerne vollzogen hat. Selbst jetzt beim Abbau – der übrigens planmäßig läuft und am Dienstag zum Dienstschluss beendet sein wird – ist die Stimmung richtig gut.

Major Patrick Glaser: Ich bin froh und auch stolz, dass das alles so reibungslos funktioniert hat.

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Die Menschen sind für den Tag der Bundeswehr zum Teil recht weit angereist. Haben Sie einen Überblick darüber, woher die Besucher kamen?

Krahl: Wir haben einen groben Überblick. Die Soldaten haben teils Angehörige mitgebracht, die nicht aus der Umgebung des Standortes Dillingen kommen – so waren auch Besucher aus dem Saarland und aus dem Rheinland da.

Glaser: Unsere Werbung war auf einen Umkreis von 70 Kilometer rund um Dillingen ausgelegt - aus diesem Gebiet dürfte auch der Großteil der Besucher gekommen sein. Durch weitere Werbung, etwa auf Facebook, und auch durch die Artikel in der Zeitung ging das auch über das Gebiet hinaus.

Die Besucher konnten auf Parkplätzen in der Umgebung parken, sogar in Gundremmingen. Von dort wurden sie mit Bussen zum Festplatz gefahren. Hat diese Logistik funktioniert?

Glaser: Logistisch war das schon ein sehr großer Planungsaufwand. Aber wir wollten, dass es da nicht zu Beschwerden kommt – und es hat sich meines Wissens auch niemand beschwert, das hat alles reibungslos funktioniert. Wir haben auch viele positive Rückmeldungen bekommen, gerade dazu, dass es im Bus schon Ansprechpartner gab, und dass die Besucher da schon Flyer bekommen haben. Es wurde auch gut angenommen, dass die Busse auch am Abend, bis in das Stadtfest hinein, zur Verfügung standen.

Was waren denn die größten logistischen Herausforderungen?

Glaser: Wir haben für den Tag mehr als 800 Tonnen Material bewegt. Auf das Gelände haben wir allein 60 Tonnen Sand gebracht, wir haben 100 Kubikmeter Hackschnitzel ausgelegt. Und wir hatten Material und Helfer von der Küste bis in den Süden. Den Marinestand haben die Kameraden aus Eckernförde an der Ostsee betreut, die Gebirgsjäger kamen aus Bad Reichenhall und aus Mittenwald.

Bei dem Aktionstag sollte die Bevölkerung einen Einblick in Ihre Arbeit bekommen. Und Sie wollten die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber präsentieren. Haben Sie die Ziele erreicht?

Krahl: Nach den Rückmeldungen von den Besuchern zu urteilen, haben wir die Ziele vollkommen erreicht. Wir haben vielen Menschen erklärt, was wir in Dillingen machen und auch, was von anderen Standorten zum Tag der Bundeswehr beigesteuert wurde. Die technischen Fähigkeiten des Informationstechnikbataillons haben die Besucher sehr interessiert.

Glaser: Ich hatte Kontakt mit der Mutter eines jungen Mannes, der sich für eine Karriere beim IT-Bataillon interessiert. Der hätte auch zu einem näheren Tag der Bundeswehr gehen können, aber er ist über 500 Kilometer angereist, um zu uns zu kommen.

Krahl: Wir haben Einladungen zu Truppenpraktika in Hülle und Fülle ausgegeben. So viel, dass wir fast kein Material mehr hatten. Es gab auf der einen Seite viele Interessenten für eine Laufbahn bei uns. Und dann gab es auf der anderen Seite auch viele Ehemalige, die sich dafür interessiert haben, an einer Wehrübung teilzunehmen und uns so zu unterstützen.

Zum Nachlesen: Der Tag der Bundeswehr im Liveblog

Lesen Sie auch den Kommentar von Berthold Veh zur Veranstaltung: Ein großer Tag für Dillingen

Vom Tag der Bundeswehr haben wir außerdem den Bericht 25.000 Menschen stürmen das Dillinger "Bundeswehr-Camp" und die Reportage Dillingen erlebt ein Spektakel mit Panzern, Schnellbooten und Shows veröffentlicht.

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