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Dillingen

05.07.2019

Uta Kastner ist die erste Präsidentin der Dillinger Rotarier

Uta Kastner ist erste Präsidentin des Rotary-Clubs Dillingen. Die „Amtsinsignien“ übergab ihr Past-Päsident Markus Weindel.
Bild: Christina Gold

Die Gesundheitsamtsleiterin spricht in ihrer Antrittsrede über den langen Weg zur Gleichberechtigung der Frauen.

Swingende Musik, am Piano Markus Schmid, begleitete das festliche alljährliche Präsidentschaftsübergabe-Meeting des Rotary-Clubs Dillingen. Mit Übergabe der „Amtsinsignien“ Glocke und Kette von Markus Weindel an Uta Kastner ist sie nun die erste Präsidentin des Dillinger Clubs.

In ihrer Antrittsrede ging Präsidentin Kastner auf den langen Weg der Gleichberechtigung von Frauen in Gesellschaft und Beruf ein. Viele Frauen haben diese Gleichberechtigung unter Demütigungen und Beschimpfungen in unterschiedlichen Bereichen des Alltags durchgesetzt, und nach wie vor sei Gleichberechtigung nicht in allen Teilen der Gesellschaft angekommen. So verbot noch 1955 der DFB den Vereinen, Frauenabteilungen zu gründen, ein Verbot, das erst 1970 aufgehoben wurde.

Erst seit 1903 dürfen Frauen nach einem Erlass des Prinzregenten Luitpold in Bayern studieren, und so sind heute etwa 50 Prozent der Studenten weiblich, aber nur sieben Prozent der Professoren.

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Ute Kastner steht den Dillinger Rotariern vor

Auch Rotary war ja jahrzehntelang eine reine Männervereinigung, und erst 1989 wurden Frauen als Mitglieder zugelassen. Kastner erklärte, sehr stolz zu sein, als erste Frau im Rotary-Club Dillingen aufgenommen worden zu sein, und sich im Club auch sehr wohlzufühlen. Kastner war aber nicht nur im Club die erste Frau, sie war auch im Krankenhaus Dillingen die erste Assistenzärztin und erste Leiterin eines staatlichen Gesundheitsamtes in Schwaben.

Dementsprechend wird, wie es in der Pressemitteilung heißt, auch ihr Motto im kommenden rotarischen Jahr sein: Die Zukunft von Rotary ist – auch – weiblich. So wird es Vorträge und Betriebsbesichtigungen von beziehungsweise bei Frauen in Leitungsfunktionen geben, und als besonderes Sozialprojekt wird das Frauenhaus in Donauwörth finanziell und im Rahmen von Hands-On-Aktionen, auch in Zusammenarbeit mit dem Rotaract-Club und dem Rotary-Club Donauwörth, unterstützt.

Das nachhaltigste Projekt der Dillinger Rotarier, der Kindergarten in Velipoje, Albanien, läuft nunmehr seit 25 Jahren und soll vor Ort im Frühjahr gefeiert werden.

Jahresmotto: "Rotary verbindet die Welt"

Getreu dem diesjährigen Jahresmotto von Rotary International, „Rotary verbindet die Welt!“, wird auch der Rotary-Club Dillingen einen kleinen Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung leisten. Der scheidende Präsident Markus Weindel erinnerte in seiner Abschiedsrede an die vielfältigen sozialen Projekte, wie die erfolgreiche „Deckel drauf“-Aktion, die Unterstützung von Schulen – auch international in Bolivien und Albanien. Ein besonderer Höhepunkt war die 30-Jahr-Feier des Clubs im Rittersaal des Schlosses Höchstädt.

Die Clubmitglieder dankten Weindel und Kastner mit langem Applaus für ihre Worte und feierten noch lange bei guten Gesprächen und Tanz den Ämterwechsel. (pm)

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