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Bildung

03.02.2017

Wie sieht die neue Schule aus?

Die Höchstädter MIttelschule soll in den nächsten Jahren komplett saniert werden. Mit elf Millionen Euro wird auf jeden Fall gerechnet, frühester Baubeginn könnte im Sommer 2018 sein.
Bild: Simone Bronnhuber

Die Höchstädter Mittelschule soll komplett saniert werden. Erste Überlegungen wurden gemeinsam mit den Lehrern angestellt. Wie es jetzt weitergeht

Die Klassen, die jetzt in der Grundschule nebenan untergebracht sind, werden künftig in der Mittelschule integriert. Möglicherweise soll ein kleiner Anbau für den notwendigen Bedarf an mehr Platz im bestehenden Gebäude helfen. Elf Millionen Euro brutto Gesamtkosten stehen im Raum. Und an diesen nackten Zahlen und Fakten zur Generalsanierung der Mittelschule Höchstädt hat sich in den vergangenen Monaten nichts verändert, wie Stadtbaumeister Thomas Wanner erklärt. Dennoch wird im Hintergrund viel gearbeitet, am Montag wurde bei der Schulverbandssitzung der aktuelle Planungsstand vorgestellt. Wanner: „Wir arbeiten gerade auf die Vorentwurfsplanung hin. Jetzt geht es um ein Konzept, das wir auch mit den Lehrkräften absprechen. Es gibt noch einige Fragen, die abgeklärt werden müssen.“ Unter anderem, ob es im neuen Schulgebäude ein zweites Treppenhaus, das voll genutzt werden kann, geben wird. „Das war ein großer Wunsch der Lehrkräfte. Vorgesehen war die Treppe nur als reine Fluchttreppe“, erläutert der Stadtbaumeister. Nun müsse abgeklärt werden, ob dieser Wunsch sich umsetzen lasse, vor allem aber ob er förderfähig sei.

Klaus Friegel, Finningens Bürgermeister und Vertreter des Schulverbandes, sagt: „Fakt ist, dass wir die Mittelschule sanieren, die Grundschule dort komplett unterkriegen werden und vielleicht einen kleinen Anbau machen. Diese erste Vorplanung haben wir der Schulleitung vorgestellt.“ Jetzt gelte es abzuwarten, was die Regierung zu den ersten vorgeschlagenen Plänen sage. Erst dann, so Friegel weiter, könne man auch über konkrete Kosten sprechen und darüber, was tatsächlich saniert wird. Allerfrühestens im Sommer 2018 könne mit einem Baubeginn gerechnet werden – aber das hänge von vielen Faktoren ab.

Einer davon ist die weitere Vorgehensweise in der direkt nebenanstehenden Berufsschule. Denn auch der Landkreis will eventuell bauen. Auf Anfrage unsere Zeitung teilt uns Pressesprecher Peter Hurler Folgendes mit: „Bereits seit mehreren Jahren wird nach Lösungen gesucht, wie der umfangreiche räumliche Fehlbedarf beim Berufsschulzentrum in Höchstädt langfristig gedeckt werden kann. In einem ersten Schritt konnte der Landkreis Dillingen durch die vorübergehende Anmietung von Räumlichkeiten im Bürgerzentrum Höchstädt sowie der langfristigen Anmietung des ersten und zweiten Obergeschosses der Grundschule Höchstädt eine deutliche Verbesserung für die Schule erreichen. Durch die interimsmäßige Aufstellung mobiler Raumsysteme zum laufenden Schuljahr 2016/2017 konnte der Fehlbedarf weiter reduziert werden.“

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Die Regierung von Schwaben habe das Raumprogramm für das Berufliche Schulzentrum an die Entwicklungen der vergangenen Jahre angepasst. Ergebnis der Aktualisierung sei, dass über die langfristige Anmietung der bisherigen Räume bei der Grundschule Höchstädt hinaus ein räumlicher Fehlbedarf vorhanden ist, der nach derzeitigem Sachstand und unter Berücksichtigung, dass die Fachbereiche der Schule räumlich zusammenhängend angeordnet sein sollen, nur über eine Aufstockung des Querbaus der Berufsschule Höch-städt sinnvoll gelöst werden kann, heißt es weiter in der Pressemitteilung des Landratsamtes. Und: „Um dies in absehbarer Zeit realisieren zu können, sollen im Zuge der laufenden Haushaltsberatungen entsprechende Mittel für die Planung im Haushalt 2017 eingestellt werden.“ Höchstädts Stadtbaumeister Wanner sagt, dass in den nächsten Wochen der zeitliche Ablauf besprochen werde, um auch die Frage klären zu können, ob die vorhandenen Container der Berufsschule von der Grund- und Mittelschule genutzt werden können. „Aber soweit sind wir noch nicht. Wir müssen jetzt abwarten, was die Regierung zum ersten Plan sagt“, so Bürgermeister Klaus Friegel.

Dieser sieht unter anderem 24 Klassenräume vor, die im ersten und zweiten Obergeschoss untergebracht werden. Basierend auf Hochrechnungen sollen 13 Grundschul-, und elf Mittelschulklassen entstehen, führt Thomas Wanner aus. Die vielen Fachräume für Physik, Werken, Chemie, Zeichnen oder Musik werden im Erdgeschoss und im Keller verteilt. Außerdem soll ein Aufzug installiert sein, sodass die komplette Schule barrierefrei wird. Auch die Mensa soll wieder nach oben verlegt werden, was besonders Schulleiter Georg Brenner gefällt. Er sagt, dass sie dadurch an Beliebtheit gewinne. „Das tut der ganzen Schule gut“, so Brenner. Er bestätigt, dass im Vorfeld der ersten Planungen Absprachen mit der Schule geführt wurden, dafür wurde sogar extra eine Kommission aus dem Lehrerkollegium gegründet. „Die Kommunikation ist absolut gut“, sagt der Rektor, „auch wenn man Kompromisse machen muss.“ Der Wunsch des zweiten Treppenhauses habe dagegen eine klare Begründung. Brenner erklärt, dass künftig Grund- und Mittelschüler gemischt werden. Durch dieses Treppenhaus könnte man eine gewisse Trennung zwischen den kleinen und großen Kindern herbeirufen. „Wir haben da einfach Bedenken.“

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