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Gundelfingen

13.01.2019

Der große Coup nach 28 Jahren

Die Ehrenpreise gab es für Keeper Daniel Wagner (Meitingen) und Manuel Müller (FC Gundelfingen, bester Spieler).
Bild: Walter Brugger

Futsal-Bezirksmeisterschaft: Beim Finalturnier 2019 in Günzburg marschiert der FC Gundelfingen fast unbedrängt zum schwäbischen Titel. Nun muss der lange geplante Skiausflug vertagt werden.

Jetzt haben die Landesliga-Fußballer des FC Gundelfingen ein echtes Terminproblem. Allerdings eines der angenehmeren Art, denn eigentlich hatten sich die Grün-Weißen das Wochenende 26./27. Januar für einen Skiausflug freigehalten. Nachdem der FCG allerdings bei der schwäbischen Futsalmeisterschaft groß auftrumpfte und sich in Günzburg zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte die Hallenkrone des Bezirks aufsetzte, gibt es abseits der Piste einen neuen Pflichttermin.

Am 26. Januar steigt in Stadtbergen die bayerische Futsalmeisterschaft. „Jetzt müssen wir mal schauen, wie wir das organisatorisch lösen werden“, grübelte der Gundelfinger Trainer Martin Weng mitten in der großen Freude über den Erfolg. Obwohl der FCG als Landesligist der hochklassigste unter den acht Endrundenteilnehmern war, gingen sie 28 Jahre nach ihrem bislang einzigen Hallentitel keineswegs von einem solchen Coup aus. Denn die Erfolgsbilanz unterm Hallendach war in der jüngeren Vergangenheit nicht gerade berauschend. Seit im Winter 2013/14 auf Futsal umgestellt wurde, hatten die Gundelfinger stets das Finalturnier verpasst. Zwar gewannen die A-Junioren vor Jahresfrist sensationell den Bayern-Titel, doch solche Nachwuchs-Erfolge sind im Herrenlager keine Garantie für weitere Triumphe. Zumal mit Janik Noller und Marius Brugger lediglich zwei dieser erfolgsverwöhnten Ex-Junioren jetzt mit am Ball waren.

„Die Mischung hat aber gestimmt. Egal, ob jung oder alt, alle waren heiß auf das Turnier und wollten hier unbedingt gewinnen“, verriet Marius Brugger nach dem Endspiel. Das zeigte sich auch an der Einschätzung von Trainer Weng, der selbst nicht schlüssig war, ob er nun Noller oder Manuel Müller den Ehrenpreis als bestem Turnierspieler geben würde. Die Jury entschied sich für Müller. „Das ist okay, dann kriegt halt Noller den Pokal als Torschützenkönig“, kommentierte Weng im ersten Moment.

Pech für den fünfmal erfolgreichen Noller war allerdings, dass es in den vergangenen Jahren meist mehrere Spieler mit gleicher Trefferzahl gab und die Pokale ausgegangen waren. Noller war zwar die alleinige Nummer eins, doch der Verband hatte aufgrund der Erfahrungen auf eine Auszeichnung des Torschützenkönigs verzichtet. In der Ehrentafel der besten Schützen bei der schwäbischen Endrunde verewigte sich der 19-Jährige trotzdem – als zweiter Gundelfinger nach Wilfried Mayer (1991, 1992). 1990 und 1992 wurde Mayer zudem als bester Turnierspieler ausgezeichnet, im Jahr dazwischen nahm Stefan Anderl die Auszeichnung mit nach Hause. Allein das zeigt, in welche Fußstapfen Manuel Müller und Janik Noller nun traten.

„Insgesamt war es schon ein ganz souveräner Auftritt. In den Gruppenspielen hatten wir noch leichte Wackler drin, aber ab dem Halbfinale lief es fast reibungslos“, lobte Trainer Weng den Auftritt seiner Schützlinge. Bereits in ihrem Auftaktspiel hatten sie mit 5:2 dem Titelverteidiger FC Stätzling klar die Grenzen aufgezeigt. Der Halbfinaleinzug war nach dem 1:0 gegen den Kreisklassisten TSV Dasing, der voll auf Futsal setzt, bereits perfekt. Gegen den TSV Meitingen machten Hallenkapitän Fabio Kühn & Co. durch das 2:2 den Gruppensieg perfekt. Nach dem 4:1-Erfolg im Halbfinale gegen den SV Holzkirchen wartete im Endspiel erneut der TSV Meitingen, dessen Abteilungsleiter Torsten Vrazic damit keinesfalls gerechnet hatte und mit einem breiten Grinsen durch die Halle lief. Daran änderte auch die 1:6-Endspielniederlage nichts, „denn da waren wir einfach platt“ (Vrazic).

Während der FCG feierte, wagte Dasings Trainer Jürgen Schmid eine Prognose: „Die Gundelfinger sind mein Geheimtipp bei der Bayerischen.“ Ganz selbstlos war die Aussage nicht, denn Schmid schickte mit Verweis auf die eigene Leistung hinterher: „Und wir haben gegen den Meister nur 0:1 verloren.“

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