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Rögling

28.11.2018

Mobilfunk: Ein Bürgerentscheid zeichnet sich ab

Im Bereich dieser Baumgruppe südöstlich von Rögling soll nach dem Willen des Arbeitskreises der Sendemast platziert werden.
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Im Bereich dieser Baumgruppe südöstlich von Rögling soll nach dem Willen des Arbeitskreises der Sendemast platziert werden.
Bild: Gleichmann

Arbeitskreis in Rögling startet ein Bürgerbegehren und bringt die nötigen Unterschriften zusammen. Das sind die Argumente der Initiative.

In der Gemeinde Rögling wird es möglicherweise Ende Januar einen Bürgerentscheid zum Thema Mobilfunkmast geben. Dies zeichnet sich ab, nachdem der Arbeitskreis Mobilfunk ein Bürgerbegehren gestartet und eine Liste mit rund 150 Unterschriften bei der Verwaltungsgemeinschaft Monheim eingereicht hat. Diese überprüft nun, ob das Begehren rechtmäßig ist. Anschließend hat der Gemeinderat in Rögling über die Zulässigkeit zu entscheiden.

Dies geschieht Bürgermeisterin Maria Mittl zufolge voraussichtlich am 11. Dezember. Sie geht davon aus, dass die Räte zustimmen und somit ein Bürgerentscheid zustande kommt. Theoretisch wäre es auch möglich, dass die Ratsmitglieder ihren Beschluss, die Sendeanlage der Telekom auf dem Schlauchturm des Feuerwehrhauses zu installieren, zurücknehmen. Maria Mittl würde einen Bürgerentscheid grundsätzlich begrüßen. Dies wäre eine demokratische Entscheidung, an der die Bewohner mitwirken könnten.

Ganz schwacher Empfang

Wie berichtet, gibt es in Rögling nur einen ganz schwachen Handyempfang. Als eine von ganz wenigen Kommunen im weiten Umkreis verfügt die Juragemeinde bislang über keinerlei Sendeanlagen für Mobilfunk. Darüber, dass die Situation im Ort verbessert werden soll, sind sich in der Gemeinde alle einig. Bei der Frage, wo der Mast installiert werden soll, gehen die Meinungen auseinander.

Bekanntlich sprach sich der Gemeinderat mit 8:1 Stimmen für den Standort im Dorf aus. Nur Bürgermeisterin Mittl votierte dagegen. Die Gemeinderäte kamen zu dem Schluss, dass die gesundheitliche Belastung für die Bewohner durch die Anlage auf dem zwölf Meter hohen Turm – auf den soll eine sechs bis acht Meter lange Antenne montiert werden – am geringsten sei. Man wolle eine „sehr begrenzte, auf das Ortsgebiet beschränkte und somit strahlungsarme Versorgung Röglings“.

Diese Entscheidung können die Mitglieder des Arbeitskreises Mobilfunk überhaupt nicht nachvollziehen. Dieser favorisiert einen Alternativstandort auf Flurstück 634 gut 400 Meter südöstlich von Rögling. Diese Möglichkeit sei in einem Dialog zwischen Telekom, Gemeinde (vertreten durch Bürgermeisterin Maria Mittl) und dem Arbeitskreis erarbeitet worden. Eine weitere Alternative (Flurstück 630) läge ebenfalls südöstlich des Dorfs, wäre aber nur rund 200 Meter von diesem entfernt – und damit nach Ansicht des Arbeitskreises zu nahe am Ort.

Immer mehr Mobilfunkverkehr zu erwarten

Die Mitglieder der Initiative betonen, dass immer mehr Mobilfunkverkehr zu erwarten sei. Deshalb sei es naheliegend, „die Gesamtimmissionen durch Mobilfunk durch zukunftsfähige Standortkonzepte zu reduzieren und die Basisstationen als Außenstandorte zu realisieren“. Es sei davon auszugehen, dass es keine auf das Röglinger Dorfgebiet begrenzte Abdeckung geben werde, „sondern eine Flächenlösung mit den bekannten Mobilfunktechnicken GSM, LTE und künftig 5G mit den entsprechend hohen Sendeleistung für weit überbrückbare Entfernungen“.

Aus Sicht des Arbeitskreises gehe es beim Ausbau des Mobilfunks in Rögling nicht um eine auf das Ortsgebiet beschränkte und dadurch leistungsreduzierte Abdeckung, sondern um eine im Radius von fünf bis sechs Kilometern rund um den Ort verbesserte Flächenabdeckung. Die Telekom werde im Auftrag der Bundesregierung wohl das gesamte Umland abdecken wollen.

Initiatoren: Strahlung würde deutlich reduziert

Die Gesamtbelastung würde mit einem Mast außerhalb des Dorfs mit Abstand zu den Wohnhäusern „für alle Bürger deutlich reduziert“, heißt es in einer Stellungnahme. Der strahlungsintensive Bereich rund um die Antenne läge weg von der Wohnbebauung. Die Empfangsbedingungen wären gleich gut oder besser.

Die etwa 150 Unterschriften brachte der Arbeitskreis nach eigenen Angaben innerhalb von drei Tagen zusammen. Um das Bürgerbegehren einzureichen, hätten etwa 70 Unterschriften gereicht (zehn Prozent der Einwohner).

Die Fragestellung des Begehrens lautet: „Sind Sie dafür, dass die Basisstation auf der Flur 634 außerhalb des Ortes errichtet wird?“

Die Initiative will weiter Unterschriften sammeln: „Wir gehen davon aus, dass es noch mehr werden.“

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