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Landkreis

22.11.2017

Nationalpark: Information der Bevölkerung vor Ort ist wichtig

Impressionen aus den Donau-Auen, wo eventuell ein Nationalpark entsteht.
Bild: Xaver Habermeier

In Kehlheim treffen sich Landräte der betroffenen Kreise. Einigkeit besteht, das ein Park wichtig für die Zukunftsfähigkeit einer Region sein kann. Doch es gibt auch Forderungen.

Die Landräte der Kreise Kelheim, Neuburg-Schrobenhausen, Donau-Ries, Freising, Rhön-Grabfeld, Eichstätt sowie der Stellvertreter des Landrates aus Pfaffenhofen, der Zweite Bürgermeister aus Ingolstadt und der Zweite Bürgermeister aus Pförring haben sich in Kelheim zum Gedankenaustausch über den geplanten dritten Nationalpark in Bayern getroffen. Das Gespräch wurde fachlich um die Informationen des Landrates aus Freising zur Thematik der „Isarauen“ sowie die Ausführungen des Landrates des Kreises Rhön-Grabfeld zu einem möglichen Standort eines dritten Nationalparks in der Rhön bereichert. Die Teilnehmer sehen sich laut einer Pressemitteilung des Landratsamts in Donauwörth nicht als Konkurrenten um den zukünftigen Standort, sondern werden sich im weiteren Fortgang der Diskussion im Sinne einer kooperativen Zusammenarbeit gegenseitig unterstützen.

Die Anwesenden seien übereingekommen, dass ein Nationalpark grundsätzlich einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit einer Region liefern kann, wenn dieser auf der Grundlage eines durchdachten Konzeptes entwickelt wird. Daneben sei jedoch auch die Information der Bevölkerung vor Ort von zentraler Bedeutung. In diesem Zusammenhang wäre die Einrichtung sowohl eines stationären Informationsbüros, als auch eines mobilen Informationsbusses wünschenswert. Auf diesem Wege könnte die Information und damit einhergehend auch die Akzeptanz der Bevölkerung vor Ort noch umfassender durch das verfahrensführende Ministerium erreicht werden, heißt es in der Mitteilung.

Gemeinsame Erklärung an die Ministerin

Um die Diskussion im aktuellen Stadium weiterbringen zu können, sei zeitnah die Erstellung eines grundstücksscharfen Umgriffes durch das Ministerium notwendig. Anhand dieser konkreten Informationen können erst abstrakte Problemstellungen sachlich fundiert erörtert werden. Daneben wären ebenfalls erste Informationen zu den fachlich vorgesehenen Einrichtungen etwa zum Thema wissenschaftliche Forschung erstrebenswert. Um das Anliegen einer noch ausführlicheren Information zu unterstreichen, wird eine gemeinsame Erklärung an Umweltministerin Ulrike Scharf verfasst.

Die Anwesenden seien sich einig gewesen, dass das Projekt eines dritten Nationalparks dabei grundsätzlich nur gelingen kann, wenn es auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und mit der Akzeptanz der Bürger entwickelt wird.

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