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Cyber-Mobbing

22.11.2019

Realschüler werden belästigt und  bedroht - Kripo ermittelt

Bild: DPA

Achtklässler der Maria Stern Realschule erhalten von Unbekannten Porno-Bilder und beängstigende Anrufe. 

Die Kriminalpolizei Dillingen ermittelt an der Realschule Maria Stern in Nördlingen, weil mehrere Schüler von einer unbekannten Person mit E-Mails bedroht werden. Bei den fünf geschädigten Schülern handelt es sich nach Angaben der Polizei um Achtklässler. Den zum Teil minderjährigen Schülern wurden über soziale Medien zunächst Links zu pornografischen Seiten, aber auch Bilder mit pornografischem Inhalt übermittelt. Außerdem fand eine Belästigung durch zahlreiche Callcenter-Anrufe statt.

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Eine betroffene Mutter wendet sich an die Zeitung

Eine Mutter hatte sich an unsere Zeitung gewandt. Sie will andere Eltern warnen, aber auch „wachrütteln“ und den Fall deshalb öffentlich machen. Immer wieder habe ihr Kind in den vergangenen Wochen und Monaten Anrufe erhalten. Der Täter habe unter anderem Verträge auf dessen Namen abgeschlossen. Handys seien gekauft, sogar Reisen gebucht worden. Die E-Mails sollen von einer Adresse ausgehen, mit denen auch die Schüler im Unterricht agieren und die Endung der Schul-E-Mails habe. Cyber-Mobbing auf eine besonders einschüchternde Art. Die Schulleitung hat vor einigen Wochen die Polizei eingeschaltet.

Die Eltern mussten die Kaufverträge widerrufen, das Kind war noch nicht einmal 14 und somit nur beschränkt geschäftsfähig, teilt die Nördlingerin weiter mit. Ohne die Einwilligung sind die Verträge unwirksam. Doch das sei nur ein kleineres Problem. Der Unbekannte löse bei einigen Schülern und deren Familien Angst aus.

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In den Sommerferien sollen die Belästigungen zunächst aufgehört haben. Dann ging es weiter. In einer E-Mail am Donnerstagabend soll sogar eine Morddrohung abgeschickt worden sein. Am frühen Freitagnachmittag ging die Kripo auch dieser Spur nach.

Informationsabend am 2. Dezember

Am Montag, 2. Dezember, wird es einen Infoabend an der Schule geben, an welchem auch eine Beamtin der Präventionsstelle der Kriminalpolizei Dillingen teilnehmen und über die Gefahren im Internet aufklären wird.

Die Polizei rät Eltern in diesem Zusammenhang unter anderem, auf Mobiltelefonen und PCs sogenannte Kinder- und Jugendfilter wie zum Beispiel „klicksafe.de“ zu installieren. Diese und weitere Tipps gibt es online unter www.polizei-beratung.de.

Der Leiter der Kriminalpolizei Dillingen, Martin Lechner, bestätigt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass in sämtliche Richtungen ermittelt werde. Dass der Täter aus dem Umfeld der Schule stamme, seien bislang nur Spekulationen, die er nicht bestätigen könne. Die Schulleitung verweist an die Stellungnahme der Polizei und will sich zu dem Fall vorerst nicht äußern.

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