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Harburg

24.07.2020

Stadträte lehnen Solarparks rund um Mündling ab

Solche Solarparks soll es auf dem Gebiet der Stadt Harburg nicht geben. Das bekräftigte der Stadtrat. 
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Plus Drei Firmen stellen Anträge für große Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Bereich um Mündling. Warum der Stadtrat Harburg da nicht mitspielt.

Ginge es nach dem Willen dreier überregional agierender Firmen, dann könnte im Stadtgebiet von Harburg, speziell im Bereich des Ortsteils Mündling, jede Menge alternativer Strom erzeugt werden. Die Unternehmen haben bei der Kommune den Bau von drei Freiflächen-Photovoltaikanlagen beantragt. Gesamtfläche: fast 60 Hektar. Im Stadtrat stießen die Pläne nun auf wenig Begeisterung.

Eine der Flächen bei Mündling ist 42 Hektar groß

Das Thema ist nicht neu. Bereits im Jahr 2010 fasste das Gremium einen Grundsatzbeschluss, wonach solche Solarparks nicht zugelassen werden. 2012 bestätigten die Räte diese Haltung. Bürgermeister Christoph Schmidt setzte die PV-Anlagen angesichts der drei Anträge jetzt erneut auf die Tagesordnung. Besagte Firmen interessierten sich demnach für drei Flächen. Die größte misst 42 Hektar und befindet sich am Ortsrand von Mündling in Richtung Fünfstetten. Eine weitere Anlage könnte entlang der Bahnstrecke bei Mündling auf einer Fläche von zehn Hektar entstehen. Dritter möglicher Standort ist ein sieben Hektar großes Areal nahe dem Bschor-Steinbruch bei Harburg an der sogenannten Alten Mündlinger Straße.

Ratsmitglied: PV-Anlagen gehören auf das Dach

Mit dem Gedanken, dass Teile der Flur mit Photovoltaikanlagen bestückt sind, konnten sich viele Räte nicht anfreunden. Manfred Schick (PWG-BG-FW) befürchtete, mit einer Genehmigung könnten Präzedenzfälle geschaffen werden. Schicks Alternativvorschlag: „Lieber die Bürger beraten und unterstützen, wie sie PV-Anlagen auf den Dächern machen können.“ Hingegen meinte Wolfgang Stolz (CSU), mit einer Ablehnung „verbauen wir uns alles“. Stolz schlug vor, einen „strengen Kriterienkatalog“ zu erarbeiten, wonach (nur) auf bestimmten Flächen entlang der Bahnstrecken die Solarparks zugelassen werden könnten.

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Stadt benötigt immer wieder Grundstücke

Die beiden Ratsmitglieder aus Mündling konnten sich damit aber gar nicht anfreunden. Maria-Theresia Dannemann-Bauch erklärte, derart große Solarparks müssten verhindert werden. Für die Flächen zahlten die Firmen eine hohe Pacht. Landwirte hätte Angst, nicht mehr genügend Ackerflächen für den Betrieb der Biogasanlagen zu finden. Zweiter Bürgermeister Werner Heller erinnerte daran, dass die Stadt immer wieder Grundstücke benötige, um diese mit möglichem Bauland tauschen zu können und Ausgleichsflächen zu schaffen. Auch mit minderwertigeren Flächen entlang der Bahn würde sich die Kommune die Möglichkeiten dafür nehmen. Hellers Fazit: „PV-Anlagen gehören auf das Dach und nicht auf das Feld.“ Landwirtschaftsreferent Bernd Schreitmüller äußerte ebenfalls Bedenken.

Matthias Schröppel (PWG-BG-FW) stellte fest: „Wenn ich die Flächenzahl sehe, ist das reines Investment“. Letztlich beschloss der Stadtrat mit 17:4 Stimmen, weiterhin keine PV-Anlagen auf freiem Feld zuzulassen.

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