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Mertingen

09.05.2012

Zott: Das Wagnis ohne Gentechnik

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Ilse Aigner (hier mit Christine Weber und Bürgermeister Albert Lohner) trug sich in das Ehrenbuch der Gemeinde ein.

Zott stellt bei vielen Erzeugnissen auf eine Produktion ohne Gentechnik um. Es gab ein Lob von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU).

Von einem „Wagnis“ hat Zott-Geschäftsführerin Christine Weber vor der geladenen Politprominenz aus Berlin gesprochen. Ein gewisses unternehmerisches Risiko sei es eben schon gewesen, sich für eine Produktionslinie „ohne Gentechnik“ zu entscheiden. Jetzt bekam die Großmolkerei in der Firmenzentrale in Mertingen das offizielle „Ohne Gentechnik“-Siegel vom „Verband Lebensmittel ohne Gentechnik“ überreicht. Zu der Feierstunde war auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) angereist.

Einfach mal zu sagen: „Wir produzieren jetzt komplett ohne Gentechnik“, das ist schnell getan. Der Weg dorthin ist in der Welt der modernen Landwirtschaft jedoch nicht immer ganz leicht, wie sowohl Zott-Chefin Weber als auch Einkaufsleiter Christian Schramm erläuterten. Keine Gentechnik, das müsse nämlich heißen: überhaupt keine Gentechnik, ganz und gar nicht – weder im Futtermittel für die Kühe noch an sonst einer Stelle in der langen Produktionskette eines Milcherzeugnisses.

Doch Zott, so bekundeten Weber und Schramm unisono, wollten einen anderen Weg als den heutzutage in der Branche oftmals üblichen einschlagen. Inzwischen habe man mit einer gentechnikfreien Produktpalette auch aus dem wichtigen wirtschaftlichen Blickwinkel „ein gutes Gefühl“, wie Geschäftsführerin Weber berichtete. Wegen der hohen Auflagen des „Ohne Gentechnik“-Siegels seien die Anforderungen an die Milchlieferanten (sie waren an diesem Nachmittag in Mertingen zahlreich vertreten) erheblich gestiegen.

Doch die Kunden kauften inzwischen bewusster ein, sie verlangten laut Umfragen vermehrt nach jenen hundertprozentig gentechnikfreien Joghurts, Käse und Co. Bislang sei der gestiegene Aufwand ein Erfolg für Zott gewesen, wie Weber erläuterte. Beim Mozarellakäse „Zottarella“ konnte die Molkerei ihren Absatz seit der Umstellung beispielsweise um 25 Prozent steigern.

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