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Tapfheim

26.01.2012

Zwei große und 1000 kleine Baustellen

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Einige Impressionen von den Baustellen, die Bürgermeister Karl Malz (Bild unten rechts) im laufenden Jahr verstärkt angehen will: Die Planung eines zweiten Zustiegs am Bahnhof, die Ablehnung der Ausweisung Rettingens als Überschwemmungsgebiet. Die Projekte wurden in Rat und Rathaus zuletzt einträchtig bearbeitet.
Bild: Fotos: Hilgendorf

Die Gemeinde hat sich viel vorgenommen für das laufende Jahr. Die Bahnüberführung soll bald gebaut werden und auch das Überschwemmungsgebiet Rettingen bleibt brisant

Tapfheim Das Jahresprogramm ist umfangreich in Tapfheim. Kaum ist die Schulsanierung abgeschlossen, klopfen schon die nächsten Themen an: Die Bahnüberführung in Tapfheim soll endlich gebaut werden – nach elf Jahren Planung. Und: Die Gemeinde will den Ortsteil Rettingen komplett an das Klärnetz anschließen. Daneben, so Bürgermeister Karl Malz gegenüber unserer Zeitung, stehen „1000 kleinere Baustellen“ auf der Gemeindeagenda.

Bahnüberführung Es kommt der ständigen Wiederholung eines Mantras gleich, wenn in Tapfheim über die Bahnüberführung gesprochen wird. Fast jedes Mal steht sie im Haushaltsplan, doch Jahr für Jahr kommt irgendetwas dazwischen. Nun soll sie gebaut werden. „Die mündliche Zusage habe ich“, berichtet Bürgermeister Malz und meint damit die Zuschüsse des Freistaates für das ehrgeizige Bauprojekt einer sichereren Variante einer Bahnbrücke für die Gemeinde. Kurzum: Es ist alles geplant, fast alles genehmigt – und damit, folgt man Malz, auch fast alles in (ziemlich) trockenen Tüchern.

Bahnhof „Agilis“ heißt der neue Zug in Richtung Ingolstadt, beziehungsweise Dillingen. Nach der Fahrplanumstellung aus dem Verantwortungsbereich der DB hin zur Privatbahn Agilis im Dezember waren Pendler in Tapfheim unzufrieden mit der Streichung des wichtigen Haltes um sechs Uhr morgens.

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Gemeinde will „Vorarbeit“ in Sachen Bahnsteig leisten

Der Grund: Zwei Züge würden sich kreuzen – doch Tapfheim hat nur einen Bahnsteig. Der Bau eines zweiten Bahnsteiges kann zwar nicht eigenmächtig angegangen werden, doch möchte die Gemeinde laut Malz „Vorarbeit“ für den weiteren Zustieg leisten. Die Pläne und Ergebnisse würden dann der Bahn vorgelegt. Somit, so Malz, solle die für die Arbeitnehmer auf dem Land immer wichtiger werdende Bahnanbindung weiter modernisiert werden. Tapfheim wolle gerade auch in Zeiten des demografischen Wandels ein günstiger Wohnort für Pendler bleiben – und zunehmend werden.

Rettingen In dem Ortsteil südlich der Donau steht auch im laufenden Jahr wieder einiges an. Zunächst soll der Ort nun vollständig an das Klärnetz angebunden werden. Dadurch würden Kosten „im sechststelligen Bereich“ aufkommen, rechnet Malz vor. Doch das Klärnetz ist nicht die einzige Großbaustelle in dem kleinen Ort. Auch die Deklarierung Rettingens als Überschwemmungsgebiet bleibt ein brisantes Thema. Derzeit warten Malz und die Gemeinderäte auf ein wichtiges fachliches Gutachten des beauftragten Sachverständigen Professor Stephan Theobald (Universität Kassel). Im Anschluss wolle man prüfen, erklärt Malz, ob eine Klage gegen die Ausweisung infrage komme und auch Aussicht auf Erfolg habe.

Gewerbegebiet Die Gewerbesteuereinnahmen bewegten sich zuletzt stabil zwischen 300000 und 400000 Euro. Und Tapfheim scheint aktuell alles andere als unattraktiv zu sein für mittelständische Firmen. Im neuen Tapfheimer Gewerbegebiet stehen neun Grundstücksflächen zur Verfügung. Drei sind verkauft, eine konkrete sowie mehrere informelle Anfragen gibt es bereits. Fest steht: Es kommen eine Zimmerei, eine Maschinenwartungsfirma sowie ein Elektrofachbetrieb. Allesamt Mittelständler.

Haushalt Die letzten Rechnungen bearbeitet der Kämmerer dieser Tage – im April/Mai soll der Haushalt dann verabschiedet werden, laut Malz auf gleichbleibendem Niveau (zuletzt: 6,97 Millionen Euro).

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