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Segelfliegen

22.04.2015

Weltweit fliegt kein Pilot weiter

Stefan Langer startete am Wochenende mit dem Hochleistungssegler „Nimbus 4“ zu seinem 1159 Kilometer langen Flug.

Stefan Langer (SFG Donauwörth-Monheim) legt beim Bundesligastart 1159 Kilometer ohne Motorkraft zurück. Das bedeutet nicht nur Vereinsrekord.

Bei diesem Ergebnis war die erste Runde der Segelflug-Bundesliga fast schon nebensächlich: Junior Stefan Langer von der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim legte am Wochenende 1159 Kilometer ohne Motorkraft zurück – ein neuer Vereinsrekord und auch sonst ziemlich rekordverdächtig. Mehr als 2300 Piloten starteten weltweit zu ihren Segelflügen, 1800 davon in Deutschland. Langer flog von ihnen am weitesten und so den „alten Hasen“ davon – mit gerade einmal 22 Jahren.

Dass sich eine für weite Segelflüge optimale Wetterlage einstellen würde, war schon einige Tage vorher abzusehen gewesen. Deshalb klingelte für den Studenten bereits um halb sechs Uhr morgens der Wecker, damit er um kurz nach neun startbereit sein konnte. Wie auch die anderen SFG-Piloten startete Langer in Genderkingen mit Unterstützung der dortigen Motorfluggruppe, da am Segelflugplatz Stillberghof die Bauarbeiten an der Startbahn noch nicht abgeschlossen sind.

Langers Flugstrecke führte von Donauwörth in den Schwarzwald bis kurz vor Freiburg, dann gen Nordosten in die Rhön bei Fulda und schließlich in den Bayerischen Wald bei Cham. Dabei ging es bis auf 2500 Meter Flughöhe, wo die Außentemperaturen bereits jenseits des Gefrierpunktes lagen – Segelflieger besitzen aber keine Heizung. Nach zehneinhalb Flugstunden landete er wieder in Genderkingen und absolvierte damit den weitesten Segelflug, der je von Donauwörth aus gestartet ist. Den zweitweitesten Flug des Tages schaffte Mario Wissmann mit 928 Kilometern.

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Dass Langer das Potenzial für weite Flüge besitzt, hat sogar schon der Deutsche Aero-Club erkannt, der Verband aller Luftsportler. Er stellt Langer in diesem Jahr ein Hochleistungs-Förderflugzeug vom Typ Nimbus 4 zur Verfügung. Dieses teilt er sich mit seinem SFG-Junioren-Kollegen Robert Schymala.

Für die Segelflug-Bundesliga allerdings nützen die Kilometer nichts: Hier kommt es nur auf die Durchschnittsgeschwindigkeit der schnellsten drei Piloten an. Hannes Röpling, Stefan Langer und Michael Gesell waren zwar allesamt zügig unterwegs, in der ersten Liga-Runde reichte es jeodch nur für Rang neun von 30 Klubs bundesweit. Das war aber für die SFG angesichts des neuen Vereinsrekords am vergangenen Wochenende zweitrangig.

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