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Politik

15.01.2019

CSU setzt in Mering auf Zusammenarbeit

Als neue Kandidatin für die CSU bei der Europawahl stellte sich Silvia Braatz beim Neujahrsempfang in Mering vor.
Bild: Heike Scherer

140 Besucher kommen zum Neujahrsempfang ins Papst-Johannes-Haus. Silvia Braatz stellt sich als Kandidatin für die Europawahl im Mai vor

Nicht Streit, sondern Zusammenarbeit führe zum Erfolg, wobei die Vereine den Motor und das Herzstück der Gemeinde bildeten, so der CSU-Ortsvorsitzenden Florian Mayer beim Neujahrsempfang im Papst-Johannes-Haus Mering.

Seit 19 Jahren ist der Neujahrsempfang der Meringer CSU der erste feste Termin im Januar, um mit den eigenen Mitgliedern, Vereinen und Vertretern aus politischen Gremien den Beginn eines neuen Jahres zu feiern. Auch diesmal folgten Vertreter des eigenen Ortsverbandes und der umliegenden Gemeinden, Gemeinde-, Kreis- und Bezirksräte sowie die Mitglieder von etwa 100 Meringer Vereinen und Organisationen der Einladung des Ortsvorsitzenden Florian Mayer. Für ihn sei es schon der zehnte Termin. Die Veranstaltung soll aber auch eine Plattform für einen erfolgreichen Meinungsaustausch im Sinne der Gemeinde bieten. Zudem dankt die CSU den Menschen, die sich im Ehrenamt für den Markt Mering und die Bürger vor Ort einsetzten, begann Mayer. „Das letzte Jahr mit vielen Ereignissen und Aufgaben verging für mich wie im Flug. Es war geprägt von erdrutschartigen Verschiebungen in den politischen Landschaften weltweit und auch bei uns in Deutschland“, resümierte er. Ob sich die Höhenflüge von AfD und Grünen, aber auch der Absturz in die Fast-Bedeutungslosigkeit der SPD fortsetzten, würden die nächsten Jahre zeigen.

Einen Höhepunkt hatte für ihn die CDU mit dem unerwarteten Ende der Ära Merkel und dem demokratischen Schaulaufen um den Vorsitz gesetzt. Als positive Signale für die Demokratie bezeichnete Mayer die angedachten Mitgliederentscheide über einen Kanzlerkandidaten bei SPD und CDU, eine Amtszeitbegrenzung für politische Ämter und bundesweite Volksentscheide zu wichtigen Themen. Sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeyer hatte an Weihnachten dazu aufgerufen, Demokratie zu leben und sich mit anderen auseinanderzusetzen. „Die Fähigkeit zum Kompromiss ist die Stärke der Demokratie“, betonte Mayer. Alle einzubinden und miteinander zu sprechen, sei auch in der Lokalpolitik wichtig und in Mering stark verbesserungswürdig, hatte Ehrenbürgerin Ellen Kratzer in der Abschlusssitzung des Gemeinderates festgestellt.

Mayer plädierte für einen behutsamen Umgang mit Grund und Boden in der Gemeinde. Beim Wachstum müsse auch immer an die Erweiterung der Infrastruktur, vor allem für die Kinderbetreuung, gedacht werden. Zur Vision 2025 sagte er: „Für den Markt Mering ist das Rathaus eine Pflichtaufgabe, das Gemeindezentrum eine freiwillige Leistung. Schon mit der Bezuschussung von Vereinsheimen steckt die Gemeinde viel Geld in Projekte, die nur im Rahmen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und nach den eigentlichen Pflichtaufgaben möglich sind.“ Wichtig sei die Belebung des Innenorts, erste Impulse wurden durch das Parkroutensystem und den Marktbeauftragten gesetzt. Mayer erinnerte an die Möglichkeit, zweimal jährlich beim kommunalpolitischen Abend der CSU über aktuelle Themen mitdiskutieren zu können.

Zuletzt dankte er den etwa 100 Vereinen mit ihren zahlreichen Ehrenamtlichen für die geleistete Arbeit am Gemeinwohl.

Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko sprach den guten und generationenübergreifenden Zusammenhalt vor Ort an, der Mering liebens- und lebenswert mache. Anschließend stellte sich die Meringer Kandidatin für die Europawahl am 26. Mai vor. Die 35-jährige Silvia Braatz erinnerte an wichtige Entscheidungen wie Roaming-Gebühren, kostenlose Interrail-Tickets für junge Leute und den freien Kapitalverkehr und animierte die Zuhörer, mit ihrer Wahl Bayern in Europa präsent zu machen.

Die Jugendgarde des Faschingskomitees Lach Moro erhielten viel Beifall ihren Tanz „Heartbeat“ und auch die Große Garde war mit ihrem Gardetanz „Wake me up“ gekommen.

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