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Friedberg

28.11.2020

Die Absage des Friedberger Advents war für sie ein schwerer Schlag

Barbara Mehlhorn bedauert es sehr, dass sie in diesem Jahr nicht auf dem Friedberger Advent vertreten sein kann. Bald steht ihr Stand deshalb auf der Neusässer Märchenweihnacht.
Bild: Daniel Weber

Plus Ihren Schmuck kann Barbara Mehlhorn dieses Jahr nicht am Friedberger Advent verkaufen. Aber sie hat eine Alternative gefunden.

Schweren Herzens mussten die "Bürger für Friedberg" den Friedberger Advent wegen der strikten Corona-Regeln absagen. Für Barbara Mehlhorn brach dadurch eine Welt zusammen. Sie verkauft dort sonst ihren Schmuck. „Ich habe keinen Laden und keinen Onlineshop, wo ich meinen individuellen Silberschmuck verkaufen könnte. Die Märkte sind für uns Kunsthandwerker essentiell. Doch in diesem Jahr ist alles anders“, sagt sie. Was nun?

Der Aufbau für die Neusäßer Märchenweihnacht ist im vollen Gange.
Bild: Marcus Merk

Schon im Sommer wurden fast alle Märkte abgesagt, zum Beispiel die Gartentage auf Gut Mergenthau und der Markt im Schloss Schleißheim. Nur ganz wenige Tage sei es für sie überhaupt möglich gewesen, auf Abstand einen Stand auf einem Markt zu betreiben. „Das tut schon weh. Und jetzt wird uns auch noch der Winter zunichte gemacht“, so die 53-Jährige. „Wir sind sehr traurig!“

Barbara Mehlhorn ist nun in Neusäß auf der Märchenweihnacht

Gemeinsam mit ihrem Mann kümmert sich die Friedbergerin liebevoll um die Präsentation ihrer individuellen Schmuckstücke beim Friedberger Advent. „Es wäre heuer das 13. Mal für uns gewesen. Wir sind hier gesetzt und haben einen festen Marktstand“, so Mehlhorn.

Vor 18 Jahren hat die gelernte Industriekauffrau ihre Liebe zum Schmuck entdeckt. Seitdem fertigt sie Colliers, Armbänder und Ohrringe und verkauft dazu Silber-Unikatschmuck – am liebsten mit Perlen und echten Steinen. Sie mag es, Menschen persönlich zu beraten. Inzwischen hat sie viele Stammkunden, die auf die Adventszeit gewartet haben, um sich wieder ein Schmuckstück bei ihr auszusuchen.

Schmuckstand auf dem "Friedberger Advent" 2019.
Bild: Tom Trilges

Weil Mehlhorn nicht tatenlos zuschauen wollte und schon viel Ware bereit liegt, hat sie sich auf die Suche nach einem anderen Weihnachtsmarkt gemacht. Als auch der Markt in Affing abgesagt wurde, blieb ihr noch die Hoffnung auf den Markt in Neusäß. Der herkömmliche Markt wurde zwar auch hier abgesagt, es gibt aber eine Alternative: die Neusässer Märchenweihnacht.

Das ist ein Format, das den Besuchern weihnachtliche Stimmung unter Wahrung der Hygienevorschriften ermöglicht. Hier hat sie sich nun einen Platz auf einer Adventsinsel gesichert und freut sich sehr darauf, dort auch ihre Kunden aus Friedberg zu treffen.

Die Adventsinseln haben am zweiten, dritten und vierten Adventswochenende jeden Samstag und Sonntag von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Beginn ist am 5. Dezember. Einen Plan gibt es unter www.neusaess.de/maerchenweihnacht. „Nun habe ich wieder einen Lichtblick in all der Finsternis 2020“, sagt Mehlhorn. Besonders möchte sie den "Bürgern für Friedberg" für ihr Engagement danken.

Sie bedauert es aber sehr, dass die Stadt Friedberg nicht die Chance genutzt hat, am See einen Platz für einen kleinen, aber feinen Markt auf Abstand zur Verfügung zu stellen. „Das hätte vor allem den Kunsthandwerkern ein wenig in der schweren Zeit geholfen. Das hätte sicher funktioniert“, glaubt sie.

So bekommt man den Schmuck vom Friedberger Advent

Wer ein Schmuckstück von Barbara Mehlhorn erwerben möchte, kann ihr eine E-Mail schreiben an: info@vollerideen.de

Und auch die „Bürger für Friedberg“ bieten in diesem Jahr eine kreative Lösung für Besucher und Fieranten an: Der Markt findet im Internet statt unter www.friedberger-advent.de.

In einer Serie stellen wir Fieranten des Friedberger Advents vor, um sie in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen. Dies ist Folge 1. Das nächste Mal geht es um Xaver Mayr aus Holzburg mit seinen Krippen.


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