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Friedberg

02.08.2020

Friedberg will mit neuer Baureferentin leistungsfähiger werden

Bürgermeister Roland Eichmann stellte eine Personalie für die Friedberger Verwaltung vor: Lillian Sedlmair soll Baureferentin werden.
Bild: Ute Krogull

Plus Lillian Sedlmair soll als Friedberger Baureferentin die Nachfolge von Carlo Haupt antreten. Die Stadt will den Bereich Bau leistungsfähiger machen.

Bauen ist ein beherrschendes Thema in Friedberg. Um die Stadtverwaltung dafür bestmöglich aufzustellen, stehen umfangreiche Umstrukturierungen bevor. Außerdem steht nun fest, wer die Nachfolge des langjährigen Baureferenten Carlo Haupt antritt, der in Pension gegangen ist: Lillian Sedlmair. Die 35-jährige Juristin ist Leiterin der Abteilung für Bauordnung.

Die gebürtige Dachauerin hat in Regensburg studiert und in München ihr Referendariat und Examen gemacht. Dort war die Juristin auch in einer Kanzlei tätig, die auf öffentliches Baurecht spezialisiert ist. Außerdem absolvierte sie Fortbildungen im Bereich Verwaltung. 2015 wechselte sie zur Stadt Friedberg. Im September wird ihre Ernennung zur Referentin auf der Tagesordnung des Stadtrates stehen. Aber kann eine Juristin Leiterin einer Bauverwaltung sein?

Bürgermeister: Rechtliche Kenntnisse für Friedberger Baureferentin von Vorteil

Bürgermeister Roland Eichmann sieht darin sogar Vorteile. Rechtliche Belange spielen im Baubereich eine immer größere Rolle und werden immer komplexer. Diesen Bereich wird Sedlmair weiter begleiten. Außerdem soll sie sich, da die Bauverwaltung in den vergangenen Jahren personell ausgebaut wurde, verstärkt auf Führungs- und Managementaufgaben konzentrieren.

Die einzelnen Bereiche des Referats – Bauordnung, Bauleitplanung und Stadtplanung sowie Hochbau – werden teilweise personell aufgestockt und jeweils einer Abteilungsleitung unterstellt. Außerdem wird eine eigene Stabsstelle für Altstadtentwicklung und Sonderaufgaben (etwa Ortsteilentwicklung oder Baugebiet Friedberg-Süd) eingerichtet.

Baureferentin Lillian Sedlmair will schwierige Situation dauerhaft zur Ruhe bringen

Diese erhält Nils vom Wege. Der Architekt und Stadtplaner war eigentlich designierter Nachfolger von Carlo Haupt, hatte aber im Mai in letzter Minute aus persönlichen Gründen abgesagt. Seitdem ist die Stelle vakant – eine schwierige Situation für die Mitarbeiter, wie Sedlmair erlebt hat. Laut Eichmann gab es seitdem viele Überlegungen und Gespräche, auch mit den Fraktionsvorsitzenden.

 

Denn Haupt hatte mit sehr viel Erfahrung, Wissen und persönlichem Einsatz das Baureferat geleitet, auf der anderen Seite sind dort mittlerweile viele neue Mitarbeiter tätig. Die augenblickliche Situation zu verbessern und dauerhaft zur Ruhe zu bringen, habe Sedlmair nach einiger Überlegung auch dazu bewogen, Eichmanns Angebot anzunehmen, sagte sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Kollegen lägen ihr sehr am Herzen.

Friedberger Bauhof und Tiefbau sollen zusammen geführt werden

„Ich freue mich sehr auf die organisatorischen Aufgaben“, sagt die Juristin. Damit sie dafür genug Kapazitäten hat, wird sie entlastet. Der Tiefbau, ebenfalls mit eigener Abteilungsleitung, wird in die Zuständigkeit des Bürgermeisters übertragen. Dies soll allerdings nur eine Übergangslösung sein.

Denn Ziel ist es laut Roland Eichmann, in einigen Jahren Tiefbau und Bauhof zusammenzuführen. Diese könnten dann in einen Eigenbetrieb oder ein Kommunalunternehmen mit eigener Geschäftsführung ausgegliedert werden, wie es in Friedberg auch die Stadtwerke sind. Vorbilder gebe es in anderen Städten. Dieser Schritt müsse aber gut vorbereitet sein.

Ziel sei es insgesamt, die Leistungsfähigkeit des Baubereichs zu erhöhen. Die Aufgaben werden immer mehr und immer komplexer, etwa durch steigende Tendenz zur Nachverdichtung. Außerdem stehen nach der Schlosssanierung und dem Bau geförderter Wohnungen an der Afrastraße weitere große Projekte wie der neue Bauhof an. „Dafür benötigen wir neue Strukturen“, sagt Eichmann.

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