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Dasing

27.06.2016

Karl-May-Festspiele: Winnetou kämpft den Kampf seines Lebens

Winnetou und seine große Liebe Ribannah (Matthias M. und Marina Hohnke) sind die Hauptpersonen im neuen Stück der Western-City.
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Winnetou und seine große Liebe Ribannah (Matthias M. und Marina Hohnke) sind die Hauptpersonen im neuen Stück der Western-City.
Bild: Brigitte Glas

Bei den Karl-May-Festspielen in Dasing trifft Winnetou seine große Liebe - und verliert sie gleich wieder. Auf seinem Rachefeldzug dürfen Kampfszenen und Pyrotechnik nicht fehlen.

Die zwölften süddeutschen Karl-May-Festspiele sind eröffnet. In der Western-City in Dasing ging die Premiere von „Winnetou II“ vor ausverkauftem Haus mit großem Erfolg über die Bühne. Das einzige, das nicht so recht mitspielte, war das Wetter. Die Darsteller mussten den ersten Teil in wolkenbruchartigem Regen spielen. Es schien ihnen nichts auszumachen.

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Schließlich hatten sie in den vergangenen Wochen fast nur im Regen geprobt, wie Volker Waschk, der Sprecher der Western-City, schon zur Begrüßung sagte. „Wir könnten es bei Sonnenschein gar nicht“, meinte er.

Der langjährige Schirmherr Thomas Goppel hatte dieses Mal einige Politikerkollegen mitgebracht. „Als Gast“, wie er sagte, und nicht als Überwachung von Recht und Gesetz im Wilden Westen, war der bayerische Justizminister Winfried Bausback gekommen. Ebenso waren Landtagspräsidentin Barbara Stamm, sowie Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko unter den Ehrengästen.

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Aus dem Showbusiness saßen unter anderem einige Darsteller aus der Fernsehserie „Dahoam is´ dahoam“, Sängerin Claudia Jung und Moderatorin Mia Gray auf der Tribüne. Als letzter Redner war der ehemalige Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald an der Reihe. Er meinte, sein Freund und Begründer der süddeutschen Karl-May-Festspiele, Fred Rai, wäre der Meinung gewesen, es sei jetzt alles gesagt und die Leute wollten jetzt was sehen. Das Publikum quittierte das mit Applaus.

Winnetou mit Kampfszenen und Pyrotechnik

„Winnetou II“ erfüllte alle Erwartungen. Regisseur Peter Görlach hat die Geschichte von Karl May höchst unterhaltsam auf die Bühne gebracht. Mit dem größtenteils seit Jahren bewährten Team hatte er wieder actionreiche Kampfszenen, tollkühne Stunts mit pyrotechnischen Effekten einstudiert.

Matthias M. in seiner Paraderolle als Winnetou wird sogar vom Ölbohrturm gesprengt und stürzt in die Tiefe. Auch die anderen Darsteller haben die Premiere bravourös gemeistert. Der legendäre Old Firehand (Peter Bechtel) ist seit einem Jagdausflug in die Berge verschollen. Alle, auch seine Frau, die schöne Häuptlingstochter Ribannah (Marina Hohnke), sind überzeugt, dass er umgekommen ist. Aber er taucht wieder auf und hilft mit, dass alles ein gutes Ende nimmt.

Es geht wieder einmal um vermeintlich große Ölvorkommen. Texas steht kurz vor dem Bürgerkrieg. Im ganzen Land versetzt der Ku-Klux-Clan die Bewohner in Angst und Schrecken. Immer wenn er zuschlägt, taucht kurz darauf der skrupellose Ölbaron Emery Forster (Waldemar Wichlinsky) auf. Mit allen Mitteln versucht er, heiliges Indianerland an sich zu reißen. Nur Winnetou kann den furchtbaren Krieg noch verhindern.

Winnetou will den Tod seiner großen Liebe Ribannah rächen

Bei seiner Friedensmission lernt er Ribannah kennen und lieben. Doch noch einer wirbt um Ribannah, der „weiße Häuptling“ Parranoh (Peter Görlach). Ribannah stirbt noch in der ersten Halbzeit. Die Jagd nach dem Mörder wird für Winnetou und Old Shatterhand (Helmut Urban) zum härtesten Kampf ihres Lebens, weil sie auch gegen ihren Hass ankämpfen müssen.

Ihre erste Rolle bei den Karl-May-Festspielen meisterte Hannah Heinevetter. Überzeugend spielte die Neunjährige die kleine Sarah, die als Waisenkind bei Old Firehands Tochter Annie (Swetlana Gerkhardt) lebt. Die komischen Rollen spielen wieder einmal Michael Englert als Sam Hawkens und Björn Trenner als chinesischer Koch Hatschi Ling. Ebenso Gisela Böhnisch als Moralhüterin Senora Gonzilla.

In weiteren Rollen schlagen sich Eva Begaß als gewissenlose Anführerin mexikanischer Desperados, André Öfinger als Nontonpeteh und Petra Laschner als Senorita Tequila durch. Jasmin Auner spielt die junge Indianerin Ayana und Volker Waschk den zwielichtigen Rodriges Gavilano. Mit dem Stamm der Komantschen, den Bewohnern von San Antonio und den mexikanischen Desperados meistern mehr als 80 Darsteller die Aufführungen.

„Winnetou II“ wird in Dasing noch bis zum 18. September gespielt. Jeweils am Samstag um 16 und 20 Uhr und am Sonntag um 17 Uhr. Am Feiertag Maria Himmelfahrt am 15. August, gibt es eine Vorstellung um 11 Uhr.

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