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06.11.2010

Windpark soll von den Gemeinden wegrücken

130, etwa doppelt so viele Besucher als sonst kamen am Donnerstagabend zur Bürgerversammlung nach Hohenzell (Markt Altomünster). Sie alle wollten hören, welche Argumente die Bürgerinitiative (BI) "Wald Hohenzell" gegen den geplanten Windpark im Bruggerer Forst zwischen Hadersried (Gemeinde Odelzhausen) und Hohenzell vorzubringen hat.

Das Großprojekt soll unweit von Adelzhausen an der Grenze zum Landkreis Aichach-Friedberg entstehen. Wie berichtet, würde die Firma Uhl aus Ellwangen (Baden-Württemberg) dort gerne sechs Windräder mit einer Nabenhöhe von 120 Metern errichten. Die Windräder wären auf der A 8 aus beiden Fahrtrichtungen von weither zu sehen. Nach bisherigen Planungen läge der Windpark etwa einen Kilometer von Hohenzell entfernt - das ist nach Ansicht der Bürgerinitiative viel zu nah. Auch einige Odelzhausener Bürger wollen sich nach Auskunft von Altomünsters Bürgermeister Konrad Wagner der BI anschließen. Der Odelzhausener Bürgermeister, Konrad Brandmair, und mehrere Gemeinderäte waren zur Hohenzeller Bürgerversammlung gekommen. Die Firma Uhl war nicht vertreten. Sie lud alle Interessierten jedoch am Freitag, 12. November, zur Besichtigung eines Windparks nahe Ellwangen ein.

Ein Sprecher der BI erläuterte die zahlreichen Einwände gegen den Bau. Die BI fordert, dass der Windpark mindestens zwei Kilometer von Hohenzell weg sein soll. Dann würde der Park aber zu nahe an Hadersried heranrücken. Die BI befürchtet einen Schlagschatten der Windräder von 1,5 Kilometern auf Hohenzell und andere Gemeinden.

Des Weiteren wehrt sich die BI dagegen, dass in den Wald als Erholungsraum eingegriffen wird, etwa mit Rodungen. Dort müssten laut Konrad Wagner neue Straßen für den Park errichtet werden. Zudem verwies die BI auf Untersuchungen, wonach der Lärm im nicht hörbaren Frequenzbereich Schlafstörungen und psychische Probleme verursache. Die Bürgerinitiative stellt an den Markt Altomünster den Antrag, zu dem Projekt Stellung zu nehmen und den Widerstand zu unterstützen. Der Verstoß wird laut Wagner Thema bei der nächsten Sitzung sein. Er glaubt, dass die BI auf Unterstützung hoffen kann. "So wie es jetzt beabsichtigt ist, geht es nicht", sagte Wagner. Die Vertreter der Gemeinde Odelzhausen betonten, es liege noch kein Antrag der Firma Uhl vor und es sei ungewiss, wie darüber entschieden würde. (ull)

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