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Handball 3. Liga

11.05.2015

Aus der Halle geschossen

Die Mienen sprechen Bände: Nur sehr kurz hielt der Widerstand des TSV Friedberg, vorne Trainer Mirko Pesic, daheim gegen Rödelsee vor, dann brachen alle Dämme.
Bild: kolbert-press

Beim TSV Friedberg brechen gegen den TSV Rödelsee alle Dämme. Und nur weil der Gegner sich zurückhält, wird es kein wirkliches Debakel. Keine Hilfe für „Bruck“

Auch das letzte Saisonspiel der Friedberger Handballer ging verloren. Mit dem 23:33 (8:20) gegen Rödelsee bleibt der TSV ohne Heimsieg in diesem Jahr und sorgte so zugleich für den Abstieg des Konkurrenten aus Fürstenfeldbruck. Die Oberbayern lieferten sich vor dem letzten Spieltag nämlich ein Fernduell mit den Unterfranken. Fürstenfeldbruck hätte im Falle eines Heimsiegs gegen Großsachsen die Schützenhilfe der Herzogstädter benötigt, um Rödelsee noch überholen zu können. Doch trotz ihres 32:30-Erfolgs müssen die Brucker den Gang in die Bayernliga antreten, denn die Herzogstädter konnten ihre Partie nicht gewinnen.

Dies war schon sehr bald klar, Friedberg erwischte eine katastrophale erste Hälfte. Die Klatschpappen von Hannes Proeller von der Rosen-Apotheke Friedberg, der die Handballer seit Jahren unterstützt und der diese Partie sponserte, halfen nicht. Michael Schnitzlein konnte nach neun Minuten auf 3:4 verkürzen, doch danach brachen alle Dämme. Die Fans der Herzogstädter mussten mit ansehen, wie sich ihre Mannschaft einfach ergab und mit zahllosen Fehlern sowohl im Angriff als auch in der Abwehr dem Gegner eine frühe Vorentscheidung ermöglichte.

Der letzte Funken an Spannung war schon lange vor dem 8:20 zur Pause erloschen. Rödelsee, das für dieses entscheidende Spiel mit zahlreichen Fans angereist war, konnte den fast sicheren Klassenerhalt zelebrieren, obwohl noch ganze 30 Minuten zu absolvieren waren.

TSV-Trainer Mirko Pesic machte das einzig Richtige: Er setzte für die zweite Hälfte auf die Jugend. Sebastian Bauer aus der A-Jugend, der seine Premiere in der 3. Liga feierte, konnte auf Linksaußen einige schöne Aktionen zeigen. Er traf zweimal und zog ferner noch zwei Strafwürfe. Einen davon verwandelte Christian Loris zu seinem ersten Treffer in dieser Spielklasse, auch er hat den Sprung von der A-Jugend in die erste Mannschaft bravourös gemeistert. Patrick Bieber, der nach 42 Minuten ins Tor kam, krönte seine Abschiedsvorstellung mit zwei gehaltenen Siebenmetern und der Abwehr von vier freien Würfen. Der Keeper, der wegen gesundheitlicher Probleme seit Januar pausieren musste, zeigte da seine ganze Klasse. Über Zwischenstände von 14:28 und 16:31 ging das letzte Saisonspiel seinem Ende entgegen. Das vorerst letzte Tor in der 3. Liga gelang Andreas Dittiger 40 Sekunden vor dem Ende. Der Friedberger zog von der Mitte nach rechts, sein Gegenspieler sprang hoch zum Block, doch Dittiger lief einfach an ihm vorbei zum Kreis. Sein Wurf aus sechs Metern landete im rechten unteren Eck. Dieses Tor zum 23:33 (8:20) bedeutete gleichzeitig auch den Endstand. Nicht unbedingt für den Auftritt der Mannschaft an diesem Tag sprach, dass nach 60 Minuten in der Halle das vorherrschende Gefühl das der Erleichterung war.

Neben Pesic, der einen Trainerjob beim Landesverband Schleswig-Holstein antreten wird, verabschiedete Abteilungsleiter Johannes Bauer drei Spieler. Patrick Bieber geht zurück zum VfL Günzburg, in der kommenden Spielzeit wird sich der Aufsteiger mit der Friedberger Zweiten in der Landesliga messen. Kreisläufer Claudio Schneck, der nicht nur an diesem Tag zu den Besten gehörte, bleibt in der 3. Liga, er wechselt zur SG H2 Ku Herrenberg. Der neue Verein von Fabian Maier- Hasselmann, der drei Jahre lang für die Herzogstädter auflief und als Rechtsaußen und sicherer Siebenmeterschütze glänzte, kann noch nicht bekannt gegeben werden.

In der Bayernliga werden die Handballer mit ihrem neuen Coach Manuel Vilchez-Moreno wieder angreifen.

TSV Friedberg v. Petersdorff (1. - 20.), Matijevic (20. - 42.), Bieber (42. - 60.); Bauer (2), Loris (1/1), Schnitzlein (1), Haggenmüller, Wagenpfeil (1), Augner (1), Schwarz (2), Schneck (3), Maier-Hasselmann (6/2), Dittiger (4), Abstreiter (2).

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