1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Lokalsport
  4. Derbe Packung für den TSV Friedberg

Handball Bayernliga

20.10.2019

Derbe Packung für den TSV Friedberg

Ein Bild mit Symbolcharakter: Friedbergs Alexander Prechtl liegt am Boden und muss behandelt werden. Die Friedberger wurden vom HSC Coburg 2000 II in eigener Halle ziemlich auseinandergenommen und verloren deutlich mit 24:32 Toren.
Bild: kolbert-press

Der TSV 1862 hat in eigener Halle gegen die HSC Coburg 2000 II letzten Endes nichts zu bestellen. Gerade im Angriff läuft diesmal arg wenig zusammen.

Der Aufwärtstrend der Friedberger handballer, die zuletzt zweimal in Folge gewonnen hatten, fand ein jähes Ende. Gegen den Drittliga-Absteiger HSC Coburg 2000 II kassierten die Friedberger eine empfindliche 24:32 (9:14)-Niederlage.

Dabei mussten die Gäste aus Coburg zwar auf drei verletzte Stammspieler verzichten, konnten sich aber während des gesamten Spiels auf ihren Shooter Andreas Wolf verlassen. Die ersten drei Treffer für seine Farben erzielte gleich der Halblinke, der es insgesamt auf sechs Tore brachte. Friedberg rückte zu spät auf den großgewachsenen Coburger heraus, Torwart Felix Dorsch hatte gegen seine knallharten Würfe keine Chance.

Aber Friedberg lernte schnell, Wolf bekam in der Folge viel weniger Raum. Bis zum 4:5 nach neun Minuten war der TSV in der Partie. Danach vergrößerten sich jedoch die Probleme im Positionsangriff. Kreisanspiele waren ein Mittel der Herzogstädter, das sie oft versuchten. Aber gegen die exzellente 6:0-Abwehr von Coburg gelangen diese kein einziges Mal.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Viel zu überhastet geworfen

Mehrfach schlossen die Friedberger in den nächsten zwölf Minuten zu überhastet ab, bei zwei Kontern fehlte ihnen zudem die Konzentration. Darum war der Rückstand bis zu Minute 20 auf 5:10 angewachsen, Trainerin Christina Seidel nahm die Auszeit.

Defensiv hatte der TSV in der ersten Hälfte gegen die technisch starken Gäste viel richtig gemacht. Keeper Dorsch hielt außerdem ausgezeichnet. Das Gleiche ließ sich jedoch von seinem Coburger Gegenüber sagen, der 9:14-Rückkstand zur Pause war auch der Ineffizienz der Gastgeber im Positionsangriff geschuldet.

Coburg hat alles im Griff

Im zweiten Durchgang hatte Coburg alles im Griff. Nur einmal sollte der TSV den Rückstand auf unter fünf Treffer bringen. Karlo Tomic, der sichere Verwerter von Gegenstößen, schaffte diesen Achtungserfolg mit dem 21:25 in der 49. Minute. Der Rechtsaußen sollte mit sieben Treffern der beste Werfer seiner Farben werden, gefolgt von Stefan Knittl auf der anderen Außenposition mit fünf Toren.

Es spricht für die Friedberger, dass sie bis zum 22:27 sechs Minuten vor dem Ende immer noch um eine Wende kämpften. Erst ganz kurz vor Schluss wurden die Beine schwerer, jetzt musste der TSV doch noch ein wenig abreißen lassen.

Beim 24:32 gegen souverän auftretende Gäste aus Coburg waren es zwölf schwache Minuten vor der Pause, die Friedberg entscheidend ins Hintertreffen brachten – zu viel, gegen einen stark verteidigenden Absteiger. Damit ist der TSV auf Rang zehn zurückgefallen, Coburg bleibt ungeschlagen Zweiter.

Friedberg Dorsch; v. Petersdorff; Okyere; Knittl (5); Szouszki; Tomic (7); Müller; Riesenberger (4); Tischinger (1); Abstreiter (3); Scholz (3); Prechtl (1).

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren