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Fußballiade

26.06.2019

In Landshut dreht sich alles um den Ball

Ließen sich auch vom Regen die gute Laune beim Festeinzug nicht verderben: Die E–Jugendlichen des Kissinger SC.
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Ließen sich auch vom Regen die gute Laune beim Festeinzug nicht verderben: Die E–Jugendlichen des Kissinger SC.
Bild: Carola Haertel

Beim großen Fest in Niederbayern ist auch die Augsburger Kreisvorsitzende Carola Haertel dabei und von der Veranstaltung begeistert. Teams aus der Region am Start.

Die Fußballiade 2019 in Landshut hat trotz phasenweise widriger Wetterbedingungen neue Rekorde aufgestellt. Waren bei der Premiere 2015 bei bestem Sommerwetter in den vier Tagen schon 40000 Besucher in die Niederbayern-Metropole zu Gast, ließen sich in diesem Jahr bei der Neuauflage sogar 50000 Menschen nicht davon abhalten, das größte Amateurfußballfest Deutschlands zu besuchen. Unter anderem dabei waren die U11- und U17-Jugend des FC Stätzling sowie die U11 des Kissinger SC.

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Vier Tage lang herrschte Fußball-Ausnahmezustand in der Landshuter Altstadt, auf der Hyundai-Festwiese, im ebm-papst-Stadion und auf den umliegenden Sportanlagen der 22 Partnervereine. In den vier Tagen haben 5000 Aktive aus 350 Vereinen bei rund 30 offiziellen Turnieren die Kräfte gemessen. Alleine bei den Club-Championships der F- bis B-Juniorinnen und -Junioren gingen 240 Teams auf Titeljagd. Alle Freizeitwettbewerbe – wie der Fußballiade-Parcours, an denen auch Besucher teilnehmen und Medaillen gewinnen konnten – eingerechnet, hat die Fußballiade mit 130 Wettbewerben im Programm ebenfalls eine neue Bestmarke aufgestellt.

Vier Tage lang im Einsatz

Auch Carola Haertel, die Vorsitzende des Fußballkreises Augsburg, war vor Ort und zwar vier Tage lang. „Ich war als Helfer dabei und war verantwortlich eingesetzt beim Festumzug, also beim Empfang der Mannschaften, bei der Begleitung der Ehrengäste und bei der Koordination vor der Bühne“, erzählte sie. „Auch auf der Medals-Plaza wurde ich eingesetzt und die umfangreichste Siegerehrung hatten wir bei der F-Jugend mit 33 Mannschaften“, führte sie weiter aus. Auch die Mannschaften aus dem Altlandkreis Friedberg seien von den vier tollen Tagen begeistert gewesen, erzählte Carola Haertel. Sie verglich die Fuballiade mit den Turnfesten, die auf Landes- und Bundesebene abgehalten werden. „Das war ein ganz, ganz tolles Event, das richtig Spaß gemacht hat“, so Haertel. So seien auch Gäste aus der Schweiz und aus Baden-Württemberg mehr als angetan von dem gewesen, was sich hier in Bayern abspielte. „Die Verantwortlichen des Schweizer Fußball-Verbands wollen so etwas auch in ihrem Land einrichten und die waren begeistert. Sie meinten, hier werde der Fußball richtig gelebt und zelebriert“, erzählt die Friedbergerin.

In Landshut dreht sich alles um den Ball

Großartiges Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm mit zahlreichen Fußball-Fun-Modulen wie Bubblesoccer oder die eFootball-Arena ließen bei den Teilnehmern keine Langeweile aufkommen. Das Musik- und Bühnenprogramm auf dem Platz vor dem historischen Rathaus in der Landshuter Altstadt mit Top-Acts wie Tom Gregory, Pam Pam Ida oder D’Hundskrippln zogen selbst bei strömenden Regen in den Abendstunden noch die Besucher zur gemeinsamen Party vor die Bühne. Das Gewitter konnte der Stimmung beim größten Amateurfußball-Festival keinen Abbruch tun.

Zu den fußballerischen Highlights gehörten – wie schon bei der Premiere – natürlich die Club-Championships bei den F- bis B-Junioren und Juniorinnen. Rund 240 Teams gingen bei den Ein-Tagesturnieren (E-Jugend) und den Drei-Tagesturnieren (D- bis B-Jugend) an den Start. Als Fußballiade-Königinnen entpuppten sich die Juniorinnen des 1. FC Passau, die in allen drei Juniorinnen-Altersklassen im Finale standen, alle drei Titel abräumten und die Siegerpokale in den Landshuter Himmel recken durften.

Die Teams aus dem Altlandkreis Friedberg hielten sich wacker, vor allem die B-Junioren des FC Stätzling. Die landeten am Ende nämlich auf dem dritten Platz.

Fußballiade-OK-Chefin und BFV-Vizepräsidentin sprach von einem gelungenen Mix aus Sport und Spaß: „Ich denke, dass hier jeder Teilnehmer und jeder Besucher mit Feuereifer und Begeisterung bei der Sache war. Es war alles dabei, was den Amateurfußball bei uns in Bayern aus- und so lebendig macht.“ Vor allem der Spaß am Fußball spielen und das Gemeinschaftserlebnis hob sie besonders hervor. Einen großen Dank richtete Raml vor allem auch an die 100 Volunteers, die über die vier Tage in Landshut ehrenamtlich im Einsatz waren: „Ohne freiwillige Helfer könnte man ein so großes Event wie die Fußballiade nicht stemmen“, sagte sie.

Auch Amputierte sind dabei

Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz konnte dem nur beipflichten. „Mir hat die Fußballiade 2019 noch besser gefallen als vor vier Jahren. Wir sind eine sportbegeisterte Stadt, die weiß, wie man solche Events auf die Beine stellt. Landshut und Sport – das passt einfach! Vor allem die tollen Stationen auf der Hyundai-Festwiese haben mich beeindruckt. Ich habe ganz neue Fußballformate kennengelernt, vom Fußball-Biathlon über Fußball-Darts bis hin zu der eClub-Championship“, erklärte das Stadtoberhaupt. Begeistert haben vor allem auch die Handicap-Fußballer, die ihre Sportarten wie Amputierten- oder CP-Fußball auf der Fußballiade einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und so Werbung in eigener Sache machen konnten. „Das war für mich ein ganz besonderes Highlight, den Amputierten-Fußballern aus Baden-Württemberg, dem Team Anpfiff Hoffenheim, zuschauen zu können“, so Carola Haertel.

Erstmals wurde auf der Fußballide auch ein eFootball-Turnier ausgetragen worden – die Finalrunde der BFV-eClub-Championship mit den acht besten bayerischen Zweier-Teams aus den Amateurvereinen. Am Ende sicherten sich die eFootballer des TSV Oettingen 1861 aus Schwaben den Titel bei der Turnierpremiere. (mit bfv)

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