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Futsal

03.01.2019

Turniere noch immer attraktiv

Noch bei zwei Vorrunden, in Friedberg und Meitingen, sowie bei der Endrunde in Günzburg werden die Fußballer unter dem Hallendach dem Ball nachjagen – und zwar ohne Bande.
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Noch bei zwei Vorrunden, in Friedberg und Meitingen, sowie bei der Endrunde in Günzburg werden die Fußballer unter dem Hallendach dem Ball nachjagen – und zwar ohne Bande.
Bild: Peter Kleist

Bezirksspielleiter Rainer Zeiser ist erstmals Hallenchef bei der „Schwäbischen“. Wie er die Zukunft des Hallenkicks sieht.

Seit dem schwäbischen Bezirkstag 2018 ist Rainer Zeiser der oberste Spielleiter im Bezirk. Der Bubesheimer kümmert sich aber nicht nur um seine Ligen im Freien und die Mitarbeiter in den drei schwäbischen Fußball-Kreisen Donau, Augsburg und Allgäu, Rainer Zeiser ist zugleich auch der Chef der heuer zum 40. Mal ausgetragenen schwäbischen Hallenmeisterschaft. Für die Titelkämpfe nach Futsal-Regeln trägt er im Winter 2018/19 erstmals die Hauptverantwortung – und wagt auch gleich einen Blick in die Zukunft der Traditionsveranstaltung.

Herr Zeiser, die Schwäbische Hallenmeisterschaft war vor gar nicht allzu langer Zeit ein Selbstläufer, es wollten mehr teilnehmen als überhaupt Plätze zur Verfügung standen.

Zeiser: Die Zeit ist leider vorbei, damit müssen wir uns ein Stück weit abfinden. Diesmal war ich rund sechs Wochen damit beschäftigt, um das Teilnehmerfeld für die sieben Vorrundenturniere zusammen zu bekommen. Letztlich ist mir das gelungen – und ich denke, die Turniere sind durchaus noch attraktiv besetzt.

Was aber auffällt ist, dass kaum noch höherklassige Teams mitmachen.

Zeiser: Mit dem TSV Schwabmünchen und TSV Nördlingen haben wir nominell immerhin noch zwei Bayernligisten. Aber es stimmt schon, im Vergleich zu den Glanzzeiten fehlen viele Aushängeschilder des Bezirks.

Was sind die Gründe dafür?

Zeiser: Sicherlich spielt es eine Rolle, dass die hochklassigen Mannschaften einfach mal eine Pause einlegen wollen und dass die Halle für diese einfach an Attraktivität verloren hat. Was ich nicht glaube, ist, dass die Umstellung vom Bandenkick auf Futsal der Hauptgrund ist.

Obwohl gerade das Spiel mit der Bande viele Fans hatte...

Zeiser: Aber seien wir doch mal ehrlich. Wie oft da Spieler in die Bande gecheckt oder mit Grätschen teils langfristig verletzt wurden, das war doch nicht wirklich attraktiv. Ich war anfangs auch skeptisch, mittlerweile bin ich aber von Futsal begeistert und höre in Gesprächen immer häufiger heraus, dass die Spieler Spaß daran haben. Und dem Argument, dass die Tore zu klein sind und weniger Treffer erzielt werden, kann ich unsere Auswertung gegenüber stellen: Vergangenen Winter sind so viele Tore erzielt worden wie noch nie zuvor.

Trotzdem wird die schwäbische Meisterschaft letztmals im bisherigen Modell gespielt. Wie geht es weiter?

Zeiser: Wie es genau laufen wird, werden wir erst Mitte Januar bei der Mitarbeitertagung in Irsee gemeinsam festlegen. Das favorisierte System ist das, wie wir es aus den anderen bayerischen Bezirken kennen.

Und wie sieht dies aus?

Zeiser: Die hochklassigen Mannschaften sind nicht mehr gesetzt und müssen sich – sofern sie teilnehmen – erst einmal bei der Landkreismeisterschaft durchsetzen. Dann werden wir in den drei Kreisen eine Endrunde ausspielen. Von der Donau, aus Augsburg und dem Allgäu qualifizieren sich jeweils die beiden Besten für das Finalturnier. Damit wir dort – wie bislang auch – auf acht Teilnehmer kommen, sind der Meister und Vize des Vorjahres gesetzt.

Bleibt noch die Frage nach dem Spielort...

Zeiser: In den Kreisen ist das noch offen und kann sich natürlich Jahr für Jahr ändern, für die schwäbische Endrunde sehe ich aktuell keine Alternative zu Günzburg. In Augsburg gibt es ja nach wie vor Probleme mit der Statik des Hallendachs. Außerdem haben wir in Günzburg mit dem SC Bubesheim einen ausrichtenden Verein, der für eine perfekte Organisation sorgt.

Interview: Walter Brugger

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