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Günzburg

10.05.2019

A8: Autobahnausfahrt Günzburg hat jetzt Rechtsabbiegespur

Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen: Die Autobahnausfahrt Günzburg ist wieder für den Verkehr freigegeben, eine zusätzliche Rechtsabbiegespur macht den Weg in Richtung Stadt einfacher. Erstmals haben Staatliches Bauamt, Autobahndirektion und Betreibergesellschaft Pansuevia an dieser Stelle zusammengearbeitet. Das freut auch die politischen Vertreter der Region.
Bild: Bernhard Weizenegger

Der Bau der zusätzlichen Spur an der Autobahn-Anschlussstelle Günzburg ist ein Pilotprojekt. Die Beteiligten erhoffen sich davon eine spürbare Verkehrsentlastung.

Wilhelm Weirather hatte gut lachen: Erst seit wenigen Wochen ist er als Chef des Staatlichen Bauamtes Krumbach zurückgekehrt – schon konnte er eine wichtige Baumaßnahme abschließen: Die Einfädelspur an der Autobahnausfahrt Günzburg ist am Freitag endlich fertig geworden. „Wer hier noch am Donnerstag vorbei gefahren ist, hätte wohl nicht gedacht, dass wir fertig werden“, sagte Landtagsabgeordneter Alfred Sauter bei der Verkehrsfreigabe.

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A8: Ausfahrt und Einfädelspur frei

Tatsächlich hatte das aprilhafte Maiwetter die Beteiligten bis zuletzt bangen lassen, ob alles bis Freitag bereit und die Markierungen auf der Fahrbahn aufgebracht werden könnten, räumte Weirather ein. Die räumlich zwar recht überschaubare Maßnahme – 110 Meter Auffahrtsrampe der A8 und 180 Meter Einfädelspur an der B16 wurden gebaut – sei dennoch recht kostenintensiv gewesen: Mit 1,2 Millionen Euro Gesamtkosten hat das Projekt zu Buche geschlagen, an dem neben dem Staatlichen Bauamt die Autobahndirektion und die Betreibergesellschaft Pansuevia beteiligt waren. „Für uns war das ein Pilotprojekt“, sagt Robert Schmidt, Geschäftsführer der Autobahn-Betreibergesellschaft. „Und es hat wirklich großartig funktioniert.“

Drei Monate lang musste die Baustelle pausieren

Der Johannis-Empfang der IHK in Wettenhausen im vergangenen Sommer hatte die drei beteiligten Stellen zusammengeführt, „anderthalb Monate später hatten wir bereits die Verträge ausgearbeitet“, sagt Schmidt. Bereits im Oktober 2018 begannen die Bauarbeiten, Ende Dezember bis Ende März mussten die Arbeiter dann eine Pause einlegen. Seit dem 20. März lief der Endspurt der Bauarbeiten – bis diesen Freitag.

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Besonders im Sommer staute sich der Verkehr

Wie sich die Arbeit aufgeteilt hat, machte Alfred Sauter deutlich: „Die jetzt zwei Abbiegespuren zum Legoland gehören Pansuevia, die Staatsspur führt nach Günzburg.“ Er selbst hätte, als die Entscheidung für den Freizeitpark-Standort fiel, nicht geglaubt, dass sich der Verkehr durch Legoland bis auf die Autobahn stauen könnte. Auf einem Bierdeckel sei damals der erste Entwurf für die Lösung entstanden, mit welcher der Verkehr heute von der A8 über die B16 zum Freizeitpark geleitet wird, erinnerte sich Sauter. Doch die langen Wartezeiten, die an der Ausfahrt vor allem in den Sommermonaten entstanden sind, waren für viele Fahrer ein Ärgernis, „besonders für diejenigen, die nach Günzburg fahren wollten.“

A8-Ausfahrt: Die Beschilderung bleibt wie bisher

Neben der neuen Einfädelspur, die direkt von der Abfahrt in Richtung Günzburg führt, helfe nun auch eine umgebaute Ampelsteuerung dabei, Wartezeiten zu verkürzen, sagte Bau- und Verkehrsminister Hans Reichhart. „Für den Verkehr in Richtung Günzburg bringt das eine spürbare Entlastung. Und die Fahrer Richtung Kötz und Ichenhausen – die übrigens beide auf den Schildern stehen bleiben – bekommen sogar zwei Abbiegespuren“, spielte der Minister auf die Diskussion um die Beschilderung an der Ausfahrt an. Wie berichtet, hätten die beiden Orte im Landkreis sowie Lauingen aus Gründen der Übersicht eigentlich von den gelben Hinweisschildern verschwinden sollen. Am Donnerstag hatte der Minister dann gegenüber unserer Zeitung bestätigt, dass die Beschilderung bleibt, wie sie ist – mit den drei Orten. Lesen Sie dazu auch: Straßenschilder: Ichenhausen, Lauingen und Kötz bleiben

Die Ausfahrt Günzburg ist für den Verkehr wieder frei, die Arbeit an der B16 ist damit aber noch lange nicht vorüber. Bauamtschef Wilhelm Weirather sagte, das Projekt sei „ein Mosaikstein für den Ausbau der Bundesstraße, den wir im guten Einvernehmen auch mit der Stadt Günzburg planen.“ Einer der nächsten Punkte auf der Liste dürfte das Günzburger „Polizeiohr“ zwischen B16 und 10 sein. Auch hier geht es um einen Umbau mit zusätzlichen Abbiegespuren. Wann das Projekt starten wird, ist jedoch noch nicht geklärt. Lesen Sie dazu auch: Am Günzburger Polizeiohr soll ab Pfingsten gebaut werden

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