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Winter

21.02.2018

Das Eis auf den Seen trägt noch nicht

Eisflächen sollten momentan noch nicht betreten werden. Schlittschuhlaufen wie hier am Birketweiher ist noch nicht möglich.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archivfoto)

Der DLRG-Kreisverband weist auf Gefahren hin und gibt wertvolle Tipps.

Der Frost in den nächsten Tagen wird dafür sorgen, dass auf einigen Seen in der Region eine Eisfläche entsteht. Aber Vorsicht: Sie ist trügerisch und noch nicht tragfähig, warnt der Kreisverband der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft Leipheim/ Günzburg/ Neu-Ulm. Am besten sei es, Eisflächen überhaupt nicht zu betreten.

Wichtig sei es, erst viele Tage mit starkem Nachtfrost abzuwarten, bevor man eine Eisfläche betritt. Bei Seen sollte die Eisdecke mindestens 15 Zentimeter stark sein, damit das Eis betreten werden kann. Und trotz einer vermeintlich dicken Eisschicht können an verschiedenen Stellen Gefahren lauern: Dunkle Stellen im Eis bedeuten eine besonders dünne Eisschicht. Über fließendem Wasser wächst die Eisschicht langsamer als auf stehendem. Daher besteht laut DLRG besondere Gefahr an Zu- und Abflüssen von Seen und an Quellen im See, die Strömungen verursachen, ebenso an bewachsenen Uferstellen. Eine Schneeschicht auf dem Eis verhindert zusätzlich das Anwachsen der Eisschicht. Die DLRG geht außerdem davon aus, dass vor allem ein großer Teil der Flüchtlinge in Bayern keinerlei Vorstellung von zugefrorenen Gewässern und deren Gefahren hat.

Geeignete Rettungsmittel suchen

Die DLRG appelliert, vor dem Gang aufs Eis nach geeigneten Rettungsmitteln zu suchen, zum Beispiel Stangen oder Äste. Sobald ein Knistern oder Knacken zu hören ist, sei das ein letzter Hinweis, dass das Eis nicht ausreichend tragfähig ist. In diesem Fall muss die Eisfläche sofort verlassen werden. Bei Einbruchgefahr muss das Gewicht verteilt werden, indem man sich auf die Eisfläche legt. Wer ins Eis einbricht, hat nicht viel Zeit. Binnen weniger Minuten tritt eine Unterkühlung ein. Wichtig ist, so die DLRG, Panik zu vermeiden und auf sich aufmerksam zu machen, damit Passanten den Notruf 112 absetzen können. Die DLRG rät Menschen, die ins Eis eingebrochen sind, die Arme über die Oberfläche der Eisfläche auszubreiten und sich langsam flach auf die Eisfläche zu schieben und kriechend das Ufer zu erreichen. Helfer sollten, wenn möglich, die Eisfläche nicht betreten, sondern vom Ufer aus Rettungsmittel (Ast, Leiter, Seil oder Schal) zureichen.

Gelingt es dem Verunglückten nicht, sich so an Land zu ziehen, muss der Retter ihm auf dem Eis zu Hilfe kommen. Die Helfer sollten sich der Einbruchstelle nur flach auf dem Eis liegend nähern. Die Eiseinbruchkante sollte mit einem Hilfsmittel abgedeckt werden, damit sie nicht nachbrechen kann. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte müssen die Eingebrochenen vor weiterer Auskühlung geschützt, aber nicht aufgewärmt werden, da die Gefahr von Herz- und Kreislaufversagen besteht. Der Körper sollte flach gelagert und nicht unnötig bewegt werden. (zg)

Tipps gibt es im Internet unter www.eisregeln.info

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