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Leipheimer Metallwarenfabrik

02.04.2014

Der Großbrand bei Wanzl ist Geschichte

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Die Halle, in der die Galvanotechnik untergebracht war, brannte am 12. Februar 2012 nieder. Etwa 200 Helfer verhinderten, dass die Flammen auf weitere Firmengebäude übergriffen.

Die Galvanotechnik-Abteilung der Firma Wanzl, die vom Feuer zerstört wurde, läuft wieder im Vollbetrieb. Unternehmen investierte Millionen-Beträge

Der 11. Februar 2012 ist ein Datum, das untrennbar mit der Geschichte der Firma Wanzl verbunden bleiben wird. In den frühen Morgenstunden dieses Samstags brach ein Brand in der Galvanotechnik-Abteilung der Leipheimer Metallwarenfabrik aus. Zwei Tage lang wütete das Feuer, das durch ein defektes Stromkabel ausgelöst wurde. Die letzten Glutnester konnten sogar erst fünf Tage nach dem Ausbruch des Brandes gelöscht werden. Ein Großaufgebot von etwa 200 Helfern verhinderte bei Temperaturen von minus 15 Grad ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude im Werk IV des Leipheimer Unternehmens. Den Schaden bezifferte die Firma damals auf etwa 25 Millionen Euro. 18 Feuerwehren, das Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk waren im Einsatz. Der Großbrand ist inzwischen Geschichte. Nach dem Wiederaufbau läuft die Galvanotechnik-Abteilung wieder im Vollbetrieb.

Wanzl ist eigenen Angaben zufolge einer der größten Galvaniseure Europas. Nach dem Großbrand baute die Firma seine Galvanotechnik-Abteilung in Leipheim komplett neu auf. Das Investitionsvolumen liegt im zweistelligen Millionenbereich, teilt Wanzl auf Anfrage mit. Im Minutentakt tauchen die Einkaufswagenkörbe im Galvanikbad unter. Hier herrschen „elektrisierende“ Zustände: Strom fließt und veredelt die Oberfläche der Wagenkörbe im Elektrolyse-Bad mit einer schützenden Zinkschicht. Neben der Zink-Galvanotechnik arbeiten zwei neue Chrom-Galvanotechniken im Werk IV. Hier nehmen Produkte für den Innenbereich wie Ein- und Ausgangsanlagen, Kundenführungen und Regale ein hochglanz-verchromendes Oberflächenbad. Die neu errichteten Galvanotechniken, die im Dreischicht-Betrieb laufen, zählen laut Pressemitteilung zu den größten Oberflächenbeschichtungsanlagen Europas.

Den Produktionsausfall hatte Wanzl in den Werken I und II in Leipheim, im Werk III in Kirchheim sowie durch die Vergabe von Aufträgen an andere Firmen kompensieren können. „Es kam zu keinen größeren Lieferengpässen“, erinnert sich Gottfried Wanzl, geschäftsführender Gesellschafter der Wanzl Unternehmensgruppe. Die neu gebaute Zink-Anlage und die beiden Chrom-Anlagen im Werk IV haben eine deutlich erhöhte Leistungsfähigkeit. Besonderes Augenmerk, so Gottfried Wanzl, habe das Unternehmen beim Neubau auf Arbeitssicherheit und Umweltschutz gelegt. Automatische Brandschutzklappen verhindern im Brandfall die Ausbreitung des Feuers. Die temperaturüberwachten Gleichrichter für die Stromspannung verfügen über eine Kurzschlusssicherung. (bv, zg)

Hier finden Sie Fotos vom Großbrand.

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