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Kreis Günzburg

12.09.2017

Der Klimawandel ist Anton Hofreiters Thema

Toni Hofreiter sprach in Günzburg über den Klimawandel.
Bild: Till Hofmann

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag warnt vor katastrophalen Folgen. Und Ekin Deligöz ist empört.

Zwei Spatzen zanken um ein Stück Pommes frites. Am Schluss der politischen Veranstaltung im Biergarten eines Günzburger Gasthauses weht der Wind kräftig. Und der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, spricht über den Klimawandel. Die Organisatoren vor Ort hatten wegen des ungünstigen Termins befürchtet, die Runde könnte zu klein ausfallen. Doch etwa 30 Interessierte kamen, um Hofreiter und der Grünen-Direktkandidatin in der Region, Ekin Deligöz, zuzuhören. Eines der Lieblingswörter, die der Spitzenpolitiker benutzt, ist „krass“. Die ersten Vorboten der Klimakrise brächten schon jetzt krasse Folgen mit sich. Der studierte Biologe hat es noch vor einigen Jahren nicht für möglich gehalten, dass die Veränderungen so schnell eintreten. Allein in der Arktis liege Eis, das geschmolzen den Meeresspiegel um sieben Meter ansteigen lasse. Der deutlich größere Kohlendioxidausstoß im Vergleich zur vorindustriellen Zeit löse eine erhöhte Dämmwirkung der Atmosphäre aus. Das mag bei einem Haus gut sein, für den Planeten ist das bei gleich starker Leistung der Energiequelle, der Sonne, schlecht, meint Hofreiter. Dass Deutschland als kleines Land ein globales Problem nicht lösen kann, will der Politiker nicht hören. „Wir sind weltweit die viertgrößte Industrienation mit gigantischer Vorbildfunktion.“ Gerecht würde die Bundesrepublik dieser Rolle nicht. Hierzulande werde die meiste Braunkohle zur Energieversorgung verfeuert, „vor China, Indien, Russland und den USA. Und das in absoluten Zahlen.“

Die Grünen als möglicher Partner einer Koalition würden den gedeckelten Ausbau erneuerbarer Energien freigeben, die Abgabe auf selbsterzeugte und eigengenutzte Energie durch Photovoltaik nicht erheben und die 20 dreckigsten Kohlekraftwerke schließen.

Direktkandidatin Deligöz beklagt den zunehmend aggressiver werdenden Ton im Wahlkampf. In einer an sie gerichteten Facebook-Nachricht heißt es: „Ich musste mich fast übergeben, als ich die hässliche Fratze vorgestern im Fernsehen sah.“ Wenig später fordert die angebliche Userin, die sich vermutlich einen Fantasienamen zugelegt hat: „Die gehört schnellstens nach Anatolien entsorgt.“

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