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Ursberg

17.11.2019

Die Ära Robert Spiller als Kreisbrandrat ist jetzt zu Ende

Als Nachfolger von Robert Spiller (links) wird künftig Stefan Müller aus Dürrlauingen als Kreisbrandrat die Führung des Kreisfeuerwehrverbandes Günzburg übernehmen.
Foto: Werner Glogger

Für den scheidenden Kreisbrandrat Robert Spiller gibt es minutenlange Ovationen. Das Kommando übernimmt offiziell Stefan Müller.

Besser hätten die Kollegen im Kreisfeuerwehrverband Günzburg die herausragenden Eigenschaften ihres Chefs nicht formulieren können: „Er ist menschlich und auf ihn ist immer Verlass. Er steht zu seinen Kameraden und hat immer ein offenes Ohr für uns. Robert Spiller ist ein Feuerwehrmann mit Herz, er hat nie den Chef raushängen lassen, und er ist ein Multitasker.“ Mit diesen Zitaten brachte Landrat Hubert Hafner das Engagement des scheidenden Kreisbrandrats Robert Spiller während seiner 18-jährigen Amtszeit auf den Punkt. Im voll besetzten Saal des Klosterbräuhauses in Ursberg wurden Spiller im Rahmen der Dienstversammlung der Kommandanten und des Kreisfeuerwehrverbandes Günzburg gebührend verabschiedet und das „Kommando“ an seinen Nachfolger Stefan Müller offiziell übergeben.

Zu den Kommandanten der örtlichen- und Werksfeuerwehren im Landkreis zählten Ehrengäste aus Dienstgraden der Feuerwehr, aus Politik und weiteren Organisationen. Hafner erinnerte, dass er vor fast genau 18 Jahren an der gleichen Stelle Spiller als Nachfolger vom damaligen Kreisbrandrat Siegbert Wieser aus Krumbach vorgestellt und eingeführt habe. „Heute geht nun die „Ära Spiller“ zu Ende. Seine Leistungen verdienen höchste Anerkennung und Respekt“, fasste Hafner zusammen.

Landrat Hubert Hafner lobt Spillers Hingabe und Einsatzbereitschaft

Ein Abschied sei auch Gelegenheit, zurückzuschauen: 1978 Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr Burgau, dort stellvertretender Kommandant und Gerätewart, 1997 Ernennung zum Kreisbrandmeister und 2001 Kreisbrandrat. Hafner hob nicht nur die fachliche Kompetenz Spillers hervor, bei der er Dinge kritisch hinterfragt und gut abgewogen habe, ob sie machbar seien oder nicht, sondern erwähnte seine Bemühungen um das Wohlergehen aller Kameraden. Wenn jemand sein Amt mit so viel Hingabe und Einsatzbereitschaft ausfüllt, sei auch die Unterstützung und Toleranz seiner Familie wichtig. „Im Namen des Landkreises und persönlich danke ich ihnen für die hervorragende Arbeit als Kreisbrandrat und die gute Zusammenarbeit.“

An den Nachfolger gerichtet meinte Hafner, dass Stefan Müller ein „schweres Erbe“ antrete, aber diese Aufgabe unter einer guten und konstruktiven Zusammenarbeit mit Behörden, Führungskräften und aller Kameraden meistern werde. Spiller, mit einem legendären Löschfahrzeug LF 16, Baujahr 1962, von zuhause abgeholt und zum Versammlungsort chauffiert, oblag es danach, einen Überblick aus seinem Aufgabengebiet zu geben. Im Fachbereich 30 „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ beim Landratsamt begann seine Laufbahn. Seither gab es zahlreiche Wechsel in der Leitung des Geschäftsbereiches bei den Juristen (neun) und im Fachbereich „Brand- und Katastrophenschutz“ (vier Wechsel).

Bürgermeister Peter Walburger hebt Verdienste für die Wehren hervor

So verlief nicht alles nach Plan und „hinter den Kulissen“ gab es zusätzlich viel Arbeit, erinnert sich Spiller. Ein imposantes Zahlenwerk spiegelte sich in seinen weiteren Ausführungen in der Statistik zum Mitgliederstand der Aktiven, Anschaffung von Fahrzeugen und Geräten, Gerätehäuser und Einsätzen wieder. Ergänzend erklärte Spiller, dass mehrere schwierige Einsätze (Brände, Unfälle, Katastrophenalarm in 2002, 2005 und 2013) an die Grenzen der Belastbarkeit gingen. Ferner sei die Verfügbarkeit der Aktiven vor allem in Ortswehren schwieriger geworden. Umso mehr wolle er in seine Dankesworte alle einschließen, die ihn auf vielfältige Weise in seiner Amtszeit stets tatkräftig unterstützt haben.

Spiller habe sich große Verdienste erworben, die den Wehren in den Gemeinden zu Gute kamen, lobte Bürgermeister Peter Walburger in seinem Grußwort. Er freue sich, dass der Kreisverband immer wieder die Räumlichkeiten in der Gemeinde Ursberg als Tagungsort wähle. Anerkennende Worte fand auch der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Thannhausen, Karlheinz Pfitzmayer, der im Auftrag aller Kollegen ein Geschenk übergab. Zur künftigen Ausübung seiner Hobbys und als Beitrag zum Ruhestand war das Geschenk gedacht, das der neue KBR Stefan Müller namens des Kreisfeuerwehrverbandes überreichte. Während der Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Ichenhausen unter Leitung von Alexander Stempfle für einen fulminanten Versammlungsauftakt sorgte, erklang zum Schluss als Einspielung Spillers Lieblingslied, der Songtext „Es war schön, einfach schön, endgültig vorbei, aber schön“, dem minutenlange Ovationen zu Ehren Spillers folgten.

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