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Behörden

27.11.2018

Ein besonderer Lebensweg von Niedersachsen nach Krumbach

Christian Kreye, 45, der neue Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung in Krumbach. Er ist Nachfolger des langjährigen Leiters Johann Huber.
Bild: Peter Bauer

Christian Kreye ist der neue Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung. Wie der 45-Jährige nach Bayern kam und Schwaben für ihn zum Lebensmittelpunkt wurde

Der ländliche Raum – er ist in einer gewissen Weise eine Art Lebensbegleiter von Christian Kreye. „Mein Vater war Landmaschinenmechaniker“, erzählt der neue Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung in Krumbach. Aufgewachsen ist er im 600-Einwohnerdorf Hönnersum bei Hildesheim. Allein der Begriff „Zuckerrübensteppe“, den Kreye im Gespräch mit unserer Redaktion nennt, lässt ahnen, wie intensiv der Zuckerrübenanbau in der Heimatregion des 45-Jährigen in Niedersachsen ist. Kreye lebt mittlerweile fast 20 Jahre in Bayern, bereits seit 2007 ist er für das Amt für Ländliche Entwicklung tätig. Es ist naheliegend, dass er die Region seiner Herkunft immer wieder mit seiner „neuen Heimat“ Bayern vergleicht. Die Gemeinden seien insgesamt größer in Niedersachsen, in Bayern gebe es eine stärkere Bindung der Kommunalpolitiker zu den Bürgern. Und dies sei ein Vorteil für die Entwicklung des ländlichen Raums. Entwicklung der Ortskerne, Umbruch der Landwirtschaft, die Suche nach neuen passenden Wohnformen auf dem Land, dabei die Herausforderung, mit Flächen sparsam umzugehen: Allein diese Stichworte deuten die Herausforderungen, vor denen die ländliche Entwicklung und damit auch Kreye selbst steht, an. Das Amt in Krumbach ist für ganz Schwaben vom Ries bis ins Allgäu zuständig.

Die Chefs dieser Behörde, zuletzt 18 Jahre Johann Huber aus Langenhaslach, waren auch privat immer eng mit der Region verbunden. Das ist bei Kreye nicht anders. Seit 2007 lebt Kreye mit seiner Familie (die Tochter ist zwölf Jahre alt, der Sohn elf Jahre) in Oberrohr. Kreye ist stellvertretender Vorsitzender des Pfarrgemeinderats Ursberg.

Sein Weg aus dem Norden der Republik nach Bayern: Das war gewissermaßen eine Art Lebenssprung für Kreye. Bis 1999 hatte er an der Technischen Universität Hannover Vermessungswesen studiert. Dann begann er bei der Universität der Bundeswehr in München seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter, die sechs Jahre dauern sollte. Ein Thema war damals auch die Entwicklung des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo. Nach Referendariat und 2. Staatsexamen folgte der Wechsel nach Krumbach zum Amt für Ländliche Entwicklung. Kreye leitete Projekte der Land- und Dorfentwicklung. Seine Frau ist Vorsitzende des Verbandes für Ländliche Entwicklung in Schwaben, einem Zusammenschluss der Teilnehmergemeinschaften der Dorferneuerung und Flurbereinigung. Fachlich haben Kreye und seine Frau also jede Menge Gesprächsstoff. Aber man müsse da mit Blick auf das Privatleben auch einmal eine Grenze ziehen, sagt Kreye lächelnd. 2013 wechselte er ins Landwirtschaftsministerium nach München, 2014/15 nahm er am Lehrgang für Verwaltungsführung der Staatskanzlei teil. Ab 2016 leitete er die Abteilung Land- und Dorfentwicklung am Amt für Ländliche Entwicklung. Jetzt steht er an der Spitze des Amtes mit seinen rund 150 Mitarbeitern. Ländliche Entwicklung – ein wegweisendes Zukunftsthema. Die Art und Weise, wie Kreye darüber spricht, lässt spüren, mit welchem Schwung er sein neues Aufgabenfeld angeht.

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