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01.07.2010

Im Rauch den Überblick nicht verloren

Zu einer vorab nicht angekündigten Großübung wurden sechs Feuerwehren am Mittwochabend an die Hauptstraße in Roßhaupten gerufen. Foto: Ernst Mayer
Bild: Ernst Mayer

Röfingen-Roßhaupten Eine überraschende Großübung hatten Kreisbrandinspektor Erwin Schneider und Helmut Motzer, der Kommandant der Feuerwehr Röfingen, am Mittwochabend in einem leer stehenden Bauernhaus bei der Kirche in Roßhaupten angesetzt.

Aktive der Feuerwehren Burgau, Röfingen, Roßhaupten, Scheppach, Glöttweng und Landensberg waren alarmiert worden, um die "Fahrer" zweier brennender Autos vor der Hauswand des Bauernhauses aus ihren Fahrzeugen zu bergen. Kreisbrandmeister Erwin Berchtold hatte zu diesem Zweck eine Rauchsimulation in den Fahrzeugen installiert.

Weiter galt es, aus dem Bauernhaus, das in den nächsten Tagen abgerissen wird, vier Personen zu bergen. Dazu wurde das Gebäude von der Feuerwehr Jettingen mit Discorauch eingenebelt.

Die Feuerwehr Roßhaupten mit Kommandant Michael Bayr an der Spitze war als erste am Einsatzort, mit dem Röfinger Kommandanten Helmut Motzer wurden vor dem Einsatz Strategie und Vorgehensweise besprochen, zudem wurden die anderen Wehre entsprechend informiert und eingesetzt. Die Wasserversorgung wurde sichergestellt und die Hauptstraße gesperrt.

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Mit schwerem Atemschutz wurde das Bauernhaus nach den Personen durchsucht und der Brand gelöscht. Die Feuerwehr Burgau rückte mit ihrem neuen Containerfahrzeug, mit Drehleiter, Spreitzer und Schere an, um die "Verletzten" aus den Autowracks zu befreien. Mit der Drehleiter wurden einige Personen aus dem Bauernhaus in den oberen Etagen befreit. Die Feuerwehr Burgau hatte am Mittwochvormittag schon zwei tatsächliche Einsätze, bei denen sie nach zwei Unfällen Personen aus ihren Autos befreien musste.

Nachdem die Übung beendet war, demonstrierte die Feuerwehr Burgau unter erklärenden Worten von Kommandant Hans-Peter März noch, wie ein Fahrzeug mit Spreitzer und Schere zerteilt wird, um eingeklemmte Personen zu befreien.

Manöverkritik

Kreisbrandinspektor Erwin Schneider und Kreisbrandmeister Erwin Berchtold zeigten sich mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. Nur sollten die geborgenen Personen noch besser betreut werden, erklärten sie. Der Röfinger Bürgermeister Michael Mayer bedankte sich bei den rund 100 Feuerwehrleuten für ihren vorbildlichen Einsatz und das gute Gelingen der Großübung. Zum Dank gab es anschließend noch eine kleine Stärkung. (em)

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