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Einzelhandel

16.05.2019

In Stadthaus Burgau zieht neben Edeka auch Kik ein

Die Baustelle auf dem ehemaligen Zimmermann-Areal, wo das Stadthaus Burgau entsteht, sticht auch aus der Luft betrachtet im Herzen der Stadt heraus.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Der Projektentwickler erklärt, wie für das ehemalige Zimmermann-Areal in Burgau die weiteren Pläne aussehen. Um die Belebung der Innenstadt machen sich derweil auch andere ihre Gedanken.

Für das neue Stadthaus Burgau auf dem ehemaligen Zimmermann-Areal unterhalb des Rathauses laufen inzwischen die Arbeiten am Rohbau. Bekanntlich entstehen dort Flächen für ein Hotel, Handel, Gastronomie, Praxen, Wohnungen und Parkplätze. Die Supermarktkette Edeka steht bereits länger als der Ankermieter fest, jetzt ist der Vertrag für die Vermietung einer weiteren Fläche unter Dach und Fach, sagt Investor und Projektentwickler Robert Manhardt im Gespräch mit unserer Zeitung.

Eigentlich war die Drogeriekette Müller vorgesehen gewesen, diese sprang jedoch ab (wir berichteten). Auch der Drogerist dm war für den Standort nicht zu gewinnen. Müller hatte kürzlich sogar angekündigt, die Filiale in der Innenstadt von Friedberg bei Augsburg zu schließen.

575 Quadratmeter für einen Textil-Discounter

Im Stadthaus Burgau wird nun auf einer Fläche von 575 Quadratmetern der Textil-Discounter Kik einziehen. Neu ist, dass auch eine Passage entsteht mit zwei weiteren Gewerbeflächen, für eine davon präferiert Manhardt den Einzug eines Friseursalons. Die Passage habe auch den Vorteil, dass dadurch die barrierefreie Erschließung des Komplexes und die Verbindung zwischen Kapuzinerstraße und Rathaus gesichert werden kann, was wegen des Gefälles des Grundstücks sonst schwierig geworden wäre. Weiterhin ist der Investor bemüht, neben dem Augenarzt Lenz, der 201 Quadratmeter belegt, weitere Mediziner ins Stadthaus zu bekommen – was aber kein einfaches Unterfangen sei. Sollte das nicht gelingen, würden die Flächen für Wohnungen genutzt.

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In einem anderen Objekt von Manhardt, der früheren VR-Bankfiliale am Kirchplatz, wovon nur noch eine SB-Zone übrig geblieben ist, sollen die Umbauarbeiten übrigens in einem guten Monat beginnen. Dort zieht die Kaffeehauskette Henry’s Coffee ein (lesen Sie hier den Artikel zu dieser Ansiedlung: Hier am Burgauer Kirchplatz zieht Henry's Coffee ein ).

Der Handelsverein will Burgaus Innenstadt beleben

Derweil überlegt der Handels- und Gewerbeverein (HGV) ganz unabhängig von den Entwicklungen auf dem früheren Zimmermann-Areal und am Kirchplatz, wie sich die Innenstadt weiter beleben lässt. Bei der jüngsten Versammlung wurde eruiert, mit welchen Aktionen und Veranstaltungen sich das realisieren lässt. Unter anderem ging es um eine mögliche lange Einkaufsnacht im Frühling oder Sommer, ähnlich der im Winter, ohne sie aber kopieren zu wollen. Grundsätzlich waren die anwesenden Mitglieder nicht abgeneigt, hierzu müssen die Überlegungen aber noch konkretisiert werden.

Ähnlich beim Donautal-Radelspaß, der im September die Zentralveranstaltung in Burgau hat: Zwar sehen einige Händler hier keine direkten Vorteile für sich, da die Radler wohl nicht an ihren Geschäften vorbeikommen. Aber präsentieren möchte man sich schon, nachdem das Optik- und Schmuckgeschäft Oßwald Jubiläum feiert, aus diesem Anlass sogar Kunden zum Mitradeln einlädt und den anderen das Thema schmackhaft machte. Möglich wäre, sich mit einem Glücksrad zu beteiligen – Burgauer Taler könnte es als Gewinn geben – und mit einem Banner die Gäste zu grüßen.

Gebäude in Burgauer Zentrum könnten illuminiert werden

Für die lange Einkaufsnacht im Winter könnten sich die Gewerbetreibenden vorstellen, Gebäude illuminieren zu lassen, um hier besondere optische Reize zu bieten. Statt für einen Zauberer könnte man sich vorstellen, das Geld lieber hierfür zu nutzen – in Sachen eines Magiers könnte sich aber noch eine Lösung finden. Die Stadtstraße während der Veranstaltung zu sperren würde nicht gerne gesehen, da es ohnehin zu wenige Parkplätze gebe. Besser findet man es, eine temporäre Tempo-30-Zone einzurichten und mit Blinklichtern den Verkehr vor Fußgängern zu warnen.

Weitere Ideen gingen in die Richtung einer Umtauschaktion für DM-Scheine und einen Austausch von Gutscheinen unter den Geschäften. Auf Eis liegt derweil der Plan, im Mitteilungsblatt der Stadt, Burgau aktuell, jeden Monat einen anderen Betrieb vorzustellen. Da es derzeit anderswo einen Rechtsstreit gebe, inwieweit eine Kommune journalistische Inhalte anbieten darf, wolle sich die Verwaltung bis zu einer Entscheidung hier zurückhalten.

Die Außenbewirtung ist im Sommer wieder länger erlaubt

Wenn es um die Belebung einer Stadt geht, spielt auch die Gastronomie eine große Rolle, nicht zuletzt bei der Außenbewirtung. Hier war das Restaurant Marc – das inzwischen in Ristorante Da Ciro umbenannt wurde – ein Dauerthema. Im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat beschlossen, die Außenbewirtung in der Stadt von Sonntag bis Donnerstag bis 23 Uhr sowie freitags und samstags bis Mitternacht zu erlauben, befristet bis 31. August. Zuvor galt eine einheitliche Grenze bis 22 Uhr.

Da beim Ordnungsamt keine Lärmbeschwerden und bei der Polizei „keine auffällig steigende Zahl“ davon eingegangen seien, wurde dem Hauptausschuss vorgeschlagen, auch in diesem Jahr vom 1. Juni bis 31. August diese Verlängerung zuzulassen. Das wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen.

Lesen Sie auch: Ein Tag, zwei Spatenstiche: 60 Millionen Euro werden investiert

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