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Landkreis Günzburg

31.07.2020

Landrat und OB wollen Lärm an A8 messen lassen

Gerade auch aus dem Bereich Leinheim gibt es immer wieder Beschwerden über den Lärm der Autobahn.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Günzburgs Landrat Hans Reichhart und Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig schreiben an den Präsidenten der Autobahndirektion Südbayern. Was sie fordern.

Landrat Hans Reichhart (CSU) und Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD) haben sich mit einem gemeinsamen Brief an den Präsidenten der Autobahndirektion Südbayern, Michael Kordon, gewandt. Sie greifen darin wieder ein Dauerthema auf: den Lärm der A8.

Zwar stelle die Autobahn eine wesentliche Verkehrsader nicht nur im Landkreis Günzburg, sondern auch für Bayern und Baden-Württemberg dar. Die Erweiterung um jeweils einen Fahrstreifen sei eine wesentliche Forderung nicht nur der Region Schwaben, sondern beider Bundesländer gewesen. Es sei etwas erreicht worden, was in Deutschland inzwischen fast einmalig sei: „nämlich, dass ein entsprechendes Bauvorhaben ohne eine einzige Klage verwirklicht werden kann“, heißt es in dem Brief.

Umso wichtiger sei es, gerade auch angesichts künftig anstehender Baumaßnahmen wie dem (Neu-) Bau der Bahntrasse Augsburg – Ulm die Akzeptanz auch großer öffentlicher Baumaßnahmen hoch zu halten. Seit der Inbetriebnahme der „neuen“ Autobahn gebe es bei Anliegern entlang der A8 immer wieder Beschwerden darüber, dass die Lärmemissionen deutlich zugenommen hätten. Es sei auch ihnen – dem Landrat und dem Oberbürgermeister – bekannt, dass im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens lediglich aufgrund von Berechnungen geplant werde und es sich hierbei um einbundesweit standardisiertes Verfahren handele. „Gleichwohl haben die Zusicherung im Rahmen der Teilinbetriebnahme der Autobahn A94 im Landkreis Erding, dort nunmehr doch Lärmmessungen durchzuführen, auch im Landkreis Günzburg nochmals für erhebliche Verunsicherung gesorgt.“

Daher bitten die beiden Politiker den Präsidenten der Münchner Behörde, auch im Kreis Günzburg insbesondere auf Höhe von Leinheim und Limbach um entsprechende Messungen, um festzustellen, ob die Berechnungen auch den tatsächlichen Emissionen entsprechen, heißt es in dem Schreiben, das die Stadt Günzburg verschickt hat. Und eben, „um auch bei künftigen Infrastrukturvorhaben die breite Akzeptanz aufrecht zu erhalten“. (zg)

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