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Landesliga

17.08.2019

Ein Aufstiegsfavorit als Gradmesser für Ichenhausen

Ihn werden die Königsblauen vermissen: Marco Schlittmeier (hier gegen den Sonthofer Manuel Schäffler) studiert vorübergehend auf Bali.
Bild: Ernst Mayer

Das Heimspiel gegen Neuburg dürfte zeigen, was wirklich im Team steckt. Schlittmeier und Nickel fehlen

Landesliga-Tabellenführer: Das ist ein Ziel, wofür es sich wahrlich zu kämpfen lohnt – selbst wenn es nur eine Momentaufnahme in der Frühphase der Saison darstellt. Der SC Ichenhausen hat den Platz an der Sonne ganz dicht vor Augen. Am Samstag erwarten die Königsblauen den VfR Neuburg/Donau. Ein Sieg mit zwei Toren Differenz würde die Elf von Trainer Oliver Unsöld tatsächlich von Platz drei aus an die Spitze spülen. Anpfiff zum Fußballspiel im Hindenburgpark ist um 17 Uhr.

Die einfache Rechnung funktioniert, weil das für diesen Spieltag vorgesehene Landesliga-Gipfeltreffen zwischen dem 1.FC Sonthofen und dem FC Gundelfingen auf Wunsch der Gäste um einen Monat verschoben wurde. Ob sie auch aufgeht, steht auf einem anderen Blatt. Denn Neuburg hat auf dem Papier (mehr als eine Handvoll Spieler besitzen Regionalliga-Erfahrung) und auf dem Platz zweifellos die Qualität, gegen die Königsblauen zu bestehen. Momentan befinden sich die Oberbayern lediglich auf Tabellenplatz fünf, doch für SCI-Sportleiter Rudi Schiller ist Neuburg „ein absoluter Favorit für den Aufstieg.“ Abteilungsleiter Henning Tatje ergänzt, das Heimspiel sei aus seiner Sicht „ein echter Gradmesser, wohin die Reise für uns geht.“

Einig sind sich die beiden Funktionäre, dass Ichenhausen nur als echtes Team gegen einen derart starken Kontrahenten bestehen kann. Doch genau darin liegt ja eine der großen Stärken der Königsblauen. Beispiel rechte Seite: Nach schwächeren Darbietungen hat sich Verteidiger Maximilian Ocker zuletzt in herausragender Verfassung präsentiert. Und Neuzugang Alexander Sigl unterstrich nach seiner Einwechslung in Memmingen, dass er den absoluten Willen und auch das Können mitbringt, um den Platz auf der Ersatzbank mit dem in der Anfangsformation zu tauschen.

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Schon im bevorstehenden Heimspiel könnte von zentraler Bedeutung sein, dass genau diese beiden Ichenhauser Top-Leistungen abrufen. Denn am Samstag wie auch für den Rest der Herbstrunde muss der SCI auf die Dienste von Marco Schlittmeier verzichten. Der momentan dienstälteste Königsblaue (der 25-Jährige spielt hier seit 2014) flog am Donnerstag für ein Auslandssemester nach Bali. Er wird erst zur Rückrunde wieder am Ball sein, gab seinem Trainer Oliver Unsöld aber immerhin das Versprechen, fit zurückzukehren.

Ebenfalls für längere Zeit verzichten müssen die Königsblauen auf Denis Nickel. Er wurde zuletzt in Memmingen Opfer eines bösen Fouls und zog sich dabei einen doppelten Bänderriss am Sprunggelenk zu. Nach vorsichtigen Prognosen wird der 23-Jährige vier bis sechs Wochen ausfallen, wobei der obere Rand dieser Zeitleiste der Wirklichkeit wohl näher kommen dürfte. Tatje betont: „Schade für den Jungen, da er immer ein belebendes Element war, wenn der Trainer ihn brachte.“

Insgesamt ist die Personallage nach Ichenhauser Einschätzung aber noch im grünen Bereich. Das unterstreicht Schiller, wenn er über das nahende Ende der Sommer-Transferperiode spricht. Neuzugänge hat er angeblich nicht auf der Wunschliste, „aber wenn einer unbedingt noch zu uns kommen will, sagen wir nicht Nein.“

Zurück zum Spitzenspiel zwischen dem Dritten und Fünften der aktuellen Rangliste. Tatje ist „überzeugt, dass von beiden Mannschaften guter Sport gezeigt wird.“ Priorität eins sei, als geschlossene Einheit aufzutreten und den Zuschauern im Hindenburgpark ein schönes Spiel zu zeigen. Den Sprung an die Spitze würden die Ichenhauser bestimmt auch nicht ablehnen.

In der vergangenen Runde gewannen die Königsblauen beide Begegnungen mit Neuburg 4:1. Durch den Auswärts-Erfolg im Saisonfinale gelang den Königsblauen der Sprung auf Platz drei der Abschlusstabelle.

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