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Fußball-Landesliga

07.10.2018

Unfreiwillige Entwicklungshilfe

Verloren und entsprechend ungehalten: Der Trainer des SC Ichenhausen, Oliver Unsöld, unmittelbar nach der Heimniederlage gegen Oberweikertshofen.
Bild: Ernst Mayer

Ein harmloser SC Ichenhausen verliert gegen den Laternenträger. Es ist durchaus Pech im Spiel, doch der Gastgeber leistet sich auch eine schwache Darbietung.

Keinen einzigen Auswärts-Punkt hatte der SC Oberweikertshofen in dieser Landesliga-Spielzeit geholt, in sechs Begegnungen lediglich zwei Tore erzielt und zwölf kassiert. Als früh abgeschlagene Tabellenletzte waren die Fußballer aus Oberbayern stets ein gefundenes Fressen für die jeweiligen Gastgeber. Bis sie an diesem letzten Wiesn-Sonntag beim SC Ichenhausen im Hindenburgpark aufkreuzten und nach der Partie ein helles Licht der Klassenerhalts-Hoffnung ins Fenster der für Auswärtsteams reservierten Kabine stellten. 3:1 hatten sie gewonnen. Überraschend, auch ein wenig glücklich, aber nicht gänzlich unverdient, da sich die Einheimischen eine vergleichsweise schwache Leistung gönnten. Es war aus Sicht der Königsblauen einer jener Tage, an denen nichts geht. Und an denen sich bewahrheitet, was Verantwortliche (im konkreten Fall Sportleiter Rudi Schiller und Trainer Oliver Unsöld) gar nicht oft genug betonen können, nämlich, dass man im Fußball die für ein ausgegebenes Saisonziel nötigen Punkte nicht vom Reden, Träumen oder Hochrechnen bekommt.

In der ersten Halbzeit besaß der durchaus motivierte Gastgeber lediglich zwei Torgelegenheiten. Ein Kopfball von Waldemar Schaab wurde Beute von Torwart Dragan Ignjatovic, der sich anschließend noch öfter auszeichnen konnte (21.). Dann versemmelte Stefan Strohhofer ein ganz dickes Ding. Nach einer sehenswerten Kombination über Yannick Maurer und Janick Reitz landete der Ball beim gelernten Torjäger. Der konnte sich fünf Meter zentral vor der Kiste aussuchen, wohin er die Kugel gerne platzieren möchte – und schob sie fataler Weise ins Toraus (27.).

Es folgte, was im Fußball oft genug folgt, die Quittung. Die Abwehr des SC Ichenhausen gönnte sich zur Unzeit ein Sonntagnachmittagsschläfchen, Patrick Lapper stand unmittelbar vor dem Tor blank und hatte keine Mühe, eine präzise Hereingabe zum 0:1 über die Linie zu drücken (37.).

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Mit zwei offensiveren Leuten und ein bisschen mehr Zug kamen die Königblauen aus der Halbzeitpause zurück. Schnell gelang ihnen der Ausgleich, indem Andreas Beckmann mit einem trockenen Flachschuss einnetzte (49.). Es folgte die Phase, in der Ichenhausen die Partie hätte zu seinen Gunsten entscheiden müssen. Zunächst knallte Mateusz Staron den Ball an den Querbalken (50.). Dann scheiterte Julian Riederle nach einer Flanke von Strohhofer mit einem Kopfball an Ignjatovic (57.). Schließlich blieben innerhalb ganz kurzer Zeit drei, vier Schussversuche in der vielbeinigen Gäste-Abwehr hängen (65.).

Das war’s aber auch aus Sicht der Gastgeber. Die Partie verflachte und das Glück neigte sich dem Schlusslicht zu. Freilich bewies Fabian Friedl auch Mut (oder war’s doch Verzweiflung?), als er in der 86. Minute aus großer Distanz abzog. Und sein Versuch hätte das Ziel auch meilenweit verfehlt. Aber der Ball wurde abgefälscht und senkte sich hinter dem machtlosen Liridon Rrecaj ins Netz (86.).

Das Ding war durch, zumal Schiedsrichter Andreas Kasenow noch zwei Ichenhauser (Andreas Beckmann und Kilian Kustermann) korrekterweise mit Gelb-Rot bedachte. Zwischen diesen Platzverweisen lag das nicht mehr relevante Tor zum 1:3 durch Maximilian Scheidl, der nach blitzschneller Drehung aus sechs Metern erfolgreich war (90.+2).

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