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Illertissen/Au

13.10.2018

Ausbau in Au: Was passiert mit diesem Weg?

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Falls die Deutsche Bahn den Bahnübergang an der Aumühle saniert, will auch die Stadt handeln und die Straße davor und dahinter erneuern.
Bild: Jonathan Mayer

Bei der Bürgerversammlung im Illertisser Stadtteil Au geht es um anstehende Bauprojekte. Den Besuchern brannten aber noch ganz andere Themen unter den Nägeln.

Auf den Illertisser Ortsteil Au kommen im nächsten Jahr große Bauprojekte zu. Unter anderem sollen der Bahnübergang an der Aumühle und Teile der Dorfstraße saniert werden. Das teilte Bürgermeister Jürgen Eisen in der Bürgerversammlung mit. Einige Bewohner des Stadtteils sorgen sich jedoch um andere Dinge. Ein Überblick:

Bahnübergang: Die Erneuerung des Bahnübergangs an der Aumühle soll 2019 möglich werden. Das hat laut Eisen die Deutsche Bahn der Stadt mitgeteilt, denn diese ist für den Umbau verantwortlich. Falls das Vorhaben umgesetzt wird, will die Stadt die Sperrung der Straße gleich nutzen und sie ab dem Auer Ortsschild bis zur Staatsstraße nach Bellenberg sanieren. Dabei sei auch eine Verbreiterung der Straße vorgesehen. Allerdings nur, wenn die nötigen Flächen gekauft werden können. Doch selbst wenn die Bahn die Umbaumaßnahmen in Angriff nimmt: Dass das Projekt wirklich umgesetzt werden kann, stehe nicht fest. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir dafür auch die nötigen Firmen finden“, so Eisen.

Das Vorhaben sorgte für Nachfragen. In der Fragerunde der Bürger wollte Rudi Sauer vom Bürgermeister wissen, wieso nicht der Straßenabschnitt vom Ortsschild bis zur Aumühle saniert werde. „Der ist die größere Katastrophe.“ Eisen winkte bei diesem Thema ab: „Wir haben Diskussionen mit den Anwohnern geführt. Aber das geht momentan einfach nicht.“

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Bahnübergang bleibt nicht die einzige Baustelle in Au

Dorfstraße: Der Bahnübergang ist nicht die einzige Baustelle, die auf die Auer zukommt. Auch mit der Sanierung der Dorfstraße soll 2019 begonnen werden. Dafür wurde sie in drei Abschnitte untergliedert. Der mittlere Teil – von der Heinrich-Mack-Straße bis zur Brandenburger Straße – macht den Anfang. Bernd Hillemeyr, bei der Stadt zuständig für Tiefbau, erklärte: „Mit den Baumaßnahmen soll die Geräuschkulisse reduziert werden.“ Denn die sei wegen des schlechten Zustands der Straße enorm. Für die Anwohner geschehe das „zum Nulltarif“. Zahlen sollen sie also nichts.

Raser: Einigen Auer Bürgern geht es an den Ortseinfahrten zu schnell zu. Sie beschwerten sich über Raser. Und das an gleich mehreren Stellen. Bürger Rudi Müller beklagte zum Beispiel, dass an den Ortseinfahrten der Bürgermeister-Wanner-Straße zu schnell gefahren werde. Er brachte die Errichtung eines Fußgängerüberwegs ins Spiel. „Das zwingt die doch zum Abbremsen.“ Die Vertreter der Stadt hatten mit disem Vorschlag allerdings Probleme. Ordnungsamtschef Klaus Herrmann erklärte, wieso: Demnach sei ein Zebrastreifen nur dort möglich, wo innerhalb einer Stunde 200 Autos durch die Straße fahren und 50 Fußgänger die Straße kreuzen. So gebe es das Gesetz vor. „Das ist in der Straße nicht der Fall.“ Für eine andere Stelle versprach Bürgermeister Eisen jedoch eine Nachbesserung. Auf eine Beschwerde von Rudi Sauer hin, dass in der Dorfstraße zu schnell gefahren werde, versicherte er, eine elektronische Tafel anbringen zu lassen, die die Geschwindigkeit der Autofahrer anzeigt. „Wir haben solche Anlagen. Das machen wir“, sagte Eisen.

Hecken: Den beiden Bürgern Müller und Sauer lagen aber noch andere Dinge auf dem Herzen. Denn viele Auer würden ihre Hecken nicht ordnungsgemäß zurückschneiden. Müller sagte: „Wir haben viele Straßen, wo es nur einseitige Gehwege gibt. Wenn da die Hecken nicht gepflegt sind, kommt man als Fußgänger nicht vorbei.“

Eisen nahm dazu Stellung: Wenn es solche Hecken gebe, könne man die Adressen dem Bauhof melden. Der schreibe die Bewohner dann an und weise sie darauf hin. Und Ordnungsamtschef Herrmann brachte die Möglichkeit ins Spiel, die Hecken kostenpflichtig zurückschneiden zu lassen.

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