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Illertissen

14.06.2020

Corona: Demonstrationen in Illertissen gehen weiter

Der Illertisser Zahnarzt Wolfgang Gänsler zählte zu den Rednern der Demonstration am Illertisser Marktplatz. Etwa 120 Menschen waren gekommen.
Bild: Regina Langhans

Plus Auf dem Marktplatz versammeln sich erneut 120 Menschen, um gegen die Einschränkungen zu protestieren. Ein Zahnarzt erhält dabei besonders Beifall.

Etwa 120 Corona-Gegner haben sich am Sonntag zum vierten Mal in Folge auf dem Illertisser Marktplatz getroffen. Die Veranstaltung hatte vertretungsweise Barbara Werner-Damm aus Vöhringen geleitet und dabei auch den ersten Redebeitrag übernommen. Außerdem ergriff ein Mediziner aus Illertissen das Wort - und sagte, was aus seiner Sicht hinter den Pandemie steckt.

Die 63-jährige Verwaltungsangestellte betonte, es seit notwendig, weiter zu demonstrieren, bis alle Grundrechte wiederhergestellt seien. Es dürfe damit nicht gewartet werden, bis ein Impfstoff auf den Markt komme, wie Aussagen der Politiker zu entnehmen sei. Ihrer Meinung nach habe sich inzwischen bewahrheitet, wie überzogen die Maßnahmen zum Schutz vor dem Virus seien. Selbst Kinder würden das realisieren. Ihre Enkelin habe etwa gefragt: „Oma, wie sollen wir spielen, wenn ich dir nicht zu nahe kommen darf?“ Obwohl die Zukunft einer Gesellschaft von ihren Kindern abhinge, würden gerade diese massiv in ihrer Entwicklung gehemmt. Mehrfacher Applaus zeigte, dass sie mit ihrer Einschätzung nicht alleine war.

Corona-Demo: Zitate aus dem Grundgesetz

Auch der Illertisser Zahnarzt Dr. Wolfgang Gänsler pflichtete ihr in seiner anschließenden Rede bei. Er wartete mit medizinischen Beobachtungen auf und zitierte Paragrafen aus dem Grundgesetz. Er ging auf die sogenannten Ansteckungswellen ein, vermutete eine erste, vermeintlich als Grippe diagnostizierte Welle in Deutschland bereits im Herbst 2019, zumal das Virus auch in China wohl schon früher präsent gewesen sei. „Als wir im März mit dem Lockdown begannen, war die erste Welle schon überstanden, sodass die vergleichsweise geringen Fallzahlen nicht auf die Einschränkungen, sondern auf eine bereits vorhandene Immunität zurückzuführen sind.“

Corona: Demonstrationen in Illertissen gehen weiter

Mediziner ist sich sicher: Ein Leben "nach Corona" gibt es nicht

Viren werde es immer geben, daher könne keine Rede sein vom Leben „nach Corona“, etwa durch übereilt hergestellte Impfstoffe, sondern einem Leben mit dem Coronavirus. Auch vor der angekündigten freiwilligen Corona-App warnte er: Sie könne die Nichtnutzer vom Leben ausschließen beziehungsweise einem Überwachungsstaat in die Hände spielen. Mit seiner Vorrednerin Barbara Werner-Damm war er sich einig: „Hinter Corona steckt etwas ganz anderes, nämlich die Menschen immer mehr kontrollieren zu können.“ Für seine Ausführungen erhielt er anerkennendes Nicken und Beifall.

Bereits am Samstag fanden große Demonstrationen in Ulm statt, auch gegen die Corona-Einschränkungen: Der Samstag der Großdemos in Ulm

Mehr über die Corona-Demonstrationen in der Region lesen Sie hier:

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