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Babenhausen

15.06.2020

Diskussion um Zehentstadel in Babenhausen: Das fordern die Grünen

Der Babenhauser Marktrat spricht in seiner Sitzung am Mittwoch auch über den Zehentstadel.
Bild: Sabrina Schatz

Plus Bürger und Gemeinderäte seien über die Zehentstadel-Pläne nicht ausreichend informiert worden. Diese Woche wird das Projekt erneut Thema im Marktrat sein.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Babenhauser Marktrat fordert Informationen zum Sachstand der Projekte Zehentstadel und „Kindergarten im Schloss“ ein. Schriftlich festgehalten ist dies in einem Antrag an Bürgermeister Otto Göppel und die Verwaltung, der unserer Redaktion vorliegt.

Darin nehmen die beiden Grünen-Markträte Sandra und Benedikt Neubauer auch Bezug auf einen Bericht unserer Zeitung, der nach einem Besuch der CSU-Abgeordneten Georg Nüßlein und Klaus Holetschek in Babenhausen erschien: Ist Babenhausen zu zögerlich beim Thema Zehentstadel? Die Politiker hatten angesichts zugesicherter Zuschüsse an die Marktgemeinde appelliert, die Sanierung des Fuggerschen Zehentstadels zügig anzugehen.

Marktgemeinderat muss eine Grundsatzentscheidung treffen

In ihrem Antrag bemängeln die Grünen, dass bislang weder Bürger, noch der bisherige und der neue Marktrat ausreichend über den aktuellen Sachstand in Kenntnis gesetzt worden seien. Es sei „dringend notwendig“, alle relevanten Informationen zu dem Vorhaben, zur geplanten Nutzung, Kostenschätzung und dazugehörigen Finanzierung zur Verfügung zu stellen. Erst dann sei es dem nach der Kommunalwahl neu formierten Gremium möglich, eine Grundsatzentscheidung für oder gegen dieses Projekt zu treffen.

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Auch die Parteipolitik spielt eine Rolle

Weiter heißt es in dem Antrag: „Das Fürstliche Haus Fugger hat sicherlich seine berechtigten Interessen, jedoch auch und im Besonderen der Markt Babenhausen.“ Es dürfe nicht „der Eindruck entstehen, dass bei einem so großen gemeinsamen kulturellen und städtebaulichen Projekt die eine oder die andere Seite als Gewinner oder Verlierer dasteht.“ Die Grünen in Babenhausen würden generell eine Belebung des Schlossareals befürworten – „jedoch nicht zu jedem Preis“.

Der Antrag enthält zudem einen parteipolitischen Seitenhieb: Dass auch die Bundestagsvizepräsidenten Claudia Roth (Grüne) an der Bereitstellung der Fördermittel mitgewirkt hat, werde gerne „von den CSU-Orts-, Kreis-, Land- und Bundestagskollegen ,vergessen’“.

Auf der Tagesordnung der Marktratssitzung am Mittwoch, 17. Juni, steht der Antrag zwar nicht. Wie Bürgermeister Göppel auf Nachfrage mitteilt, werde er jedoch darauf eingehen.

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